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"An excellent adventure...": Jazz-Sänger Al Jarreau mit 76 gestorben


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"An excellent adventure...": Jazz-Sänger Al Jarreau mit 76 gestorben

Der Jazz-Sänger Al Jarreau ist im Alter von 76 Jahren gestorben. Das gab sein Manager bekannt.

Die Musiklegende – unter anderem bekam Jarreau sieben “Grammy”-Musikpreise – starb in einem Krankenhaus in Los Angeles.

Erst vor wenigen Tagen hatte Jarreau angekündigt, er beende seine Karriere. Er sagte alle weiteren Konzerte ab und ließ sich im Krankenhaus wegen Erschöpfung behandeln.

Die Webseite Jazzecho.de schreibt von Gesundheitsproblemen seit 2010: Damals habe Jarreau ein Konzert in Südfrankreich wegen schwerer Atemprobleme und Herzrhythmusstörungen abgesagt und einige Tage auf einer Intensivstation in Marseille gelegen. Zwei Jahre später zog ihn demnach – wieder bei einer Tournee durch Frankreich – eine Lungenentzündung aus dem Verkehr.

Erst in den Siebzigern, mit über dreißig Jahren, machte sich Jarreau allmählich einen Namen, mit Liedern wie “Lock All The Gates” und “Sweet Potato Pie”.

Nach Angaben des Norddeutschen Rundfunks hatte Jarreau 1976 seinen Durchbruch in der legendären Hamburger Musikkneipe “Onkel Pö” und begann von dort aus seine Weltkarriere.

Al Jarreau bei einem Auftritt 1976 in Hamburg

Ein Jahr später machte ihn dann tatsächlich das Live-Album “Look To The Rainbow” weltbekannt. Für die Aufnahmen von seiner gleichnamigen Tournee erhielt er die erste seiner Grammy-Auszeichnungen.

1981 festigte Jarreau seinen Ruhm mit dem Erfolgsalbum “Breakin’ Away”, von dem die Auskopplung “We’re In This Love Together” zu seinem größten Hit wurde.

Ein “Very Best Of” von ihm erschien 2009 unter dem Titel “An Excellent Adventure” – mit großen Erfolgen wie “Boogie Down” oder “Moonlighting”, dem Titelsong der gleichnamigen Fernsehserie mit dem bis dato noch unbekannten Bruce Willis aus den Achtzigern.

Letztes Jahr trat Jarreau im Weißen Haus in Washington auf, bei einem Konzert mehrerer Künstler für den damaligen amerikanischen Präsidenten Barack Obama und dessen Frau Michelle.

Noch im November und Anfang Dezember war er in mehreren europäischen Ländern zusammen mit der NDR-Bigband zu erleben. Zusammenen führten sie ein Duke-Ellington-Programm auf.

Damit traten sie zum Beispiel im Wiener Konzerthaus auf, im Pariser Olympia, in der Berliner Philharmonie und im Kongresshaus in Zürich.

Die ausverkaufte Philharmonie in Berlin habe er sofort auf seiner Seite gehabt, schrieb die Kritikerin des Senders RBB über das Konzert: Aus jeder Pore strahle dieser Mann wahre Freude aus.

Mit den NDR-Musikern wollte er auch dieses Jahr noch Konzerte geben, so im Juli in Oldenburg, Neuhardenberg und Karlsruhe.

Ein Film über das Duke-Ellington-Programm von Al Jarreau und der NDR-Bigband