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Christen kehren zurück: Wie sollen wir einander verstehen?

Im Irak kehren Christen in ihre zerstörten Gemeinden zurück.

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Christen kehren zurück: Wie sollen wir einander verstehen?

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Da war einmal eine Kirche. Das Kreuz Christi ist noch zusehen. Alles andere liegt in Trümmern. Viele Christen wollen nun zurückkehren: In die Gemeinde Karakosch in der Nähe der irakischen Stadt Mossul.

Gekämpft wird hier nicht mehr. Aber Marie Sabri sagt: ‘‘Alles ist zerstört. Es war einmal so eine schöne Stadt. Unser Leben war gut hier. Und jetzt ist alles dahin. Zerstörung und Unrecht ist alles, was bleibt. Sie haben unsere Häuser niedergebrannt. Es ist alles so traurig.”

Die Terrororganisation IS hat ihre Parolen an die Wände geschrieben. Jetzt werden sie weggewaschen.

Lehrerin Ikhlas Matteh meint: ‘‘Es ist nur Farbe. Das kann man abwischen. Aber was innen drin ist, wie man Menschlichkeit da hineinbringt, wie soll man es schaffen, dass sie uns Christen nicht hassen. Und wie sollen wir sie nicht hassen, wie sollen wir einander verstehen. Das ist das Schwierigste. Das wird Generation dauern.”

Dass sie wenigstens wieder, wie etwa in der Stadt Erbil, die Messe feiern können, ist für viele ein Trost.