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Nach Fall "Theo": Frankreichs Präsident fordert von allen Respekt ein


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Nach Fall "Theo": Frankreichs Präsident fordert von allen Respekt ein

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Frankreichs Präsident besucht den Pariser Vorort Aubervilliers – nicht weit von dem Ort, wo Anfang des Monats Polizisten einen jungen Mann misshandelten.

Seitdem wird dort immer wieder gegen Polizeigewalt demonstriert, oft enden diese Proteste ihrerseits in Gewalt. Letzte Nacht wurden erneut etliche Menschen vorläufig festgenommen.

Ohne Respekt sei kein Zusammenleben möglich, sagt François Hollande. Auch diese jungen Leute verdienten Respekt, wenn sie zum Beispiel von der Polizei kontrolliert würden.

Auch staatliche Einrichtungen wie Polizei und Justiz verdienten aber Respekt, sagt Hollande weiter. Achten müsse man ebenso öffentliches und privates Eigentum. In Frankreich herrsche Versammlungsfreiheit, das bedeute aber keine Freiheit zum Zerstören.

Hollande hatte sich schon letzte Woche persönlich in den Fall eingeschaltet und den verletzten jungen Mann im Krankenhaus – bekannt als “Theo” – besucht, wo er auch jetzt noch liegt. Gegen die vier an dem Vorfall beteiligten Polizisten wird ermittelt.

In der Zeitung “Le nouvel observateur” sagte jetzt ein anderer junger Mann, einer dieser Polizisten – zusammen mit anderen – habe ihn selbst schon eine Woche zuvor verprügelt.

Er sei mit dem Polizisten kurz zuvor aneinandergeraten; dann habe der ihn etwas später zu einer Durchsuchung gezwungen, und
die insgesamt drei Polizisten hätten ihn geschlagen, getreten und beschimpft – dreißig bis vierzig Minuten lang.

Vierundzwanzig Stunden habe er dann auch noch in Untersuchungshaft verbracht, nach kurzer Versorgung im Krankenhaus.

Dem Bericht zufolge haben die Polizisten ihn jetzt verklagt, weil sie ebenfalls verletzt wurden. Seinerseits hat der junge Mann ebenfalls Klage eingereicht; er wird von dem Anwalt vertreten, der auch Theo vertritt.

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