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Venezuelas Vizepräsident: US-Sanktionen "Bestätigung" seiner Politik


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Venezuelas Vizepräsident: US-Sanktionen "Bestätigung" seiner Politik

Der Vizepräsident von Venezuela, Tareck El Aissami, hat Sanktionen der USA gegen ihn ins Positive umgedeutet. Er kommunizierte die Strafe als Bestätigung für seine “antiimperialistische Politik”.

Im Kurznachrichtendienst Twitter schrieb er: “Persönlich sehe ich diese elende und infame Aggression als eine Anerkennung meiner Eigenschaft als antiimperialistischer Revolutionär.” Dabei geht es den USA nach offizieller Darstellung keineswegs um Politik. Die US-Regierung wirft El Aissami Verwicklungen ins internationale Drogengeschäft vor.

Verärgerter als El Aissami reagierte Venezuelas Präsident Nicolás Maduro. Er wies seine Außenministerin an, den diplomatischen Vertreter der USA einzubestellen und forderte, die Anschuldigungen zurückzunehmen.

Die Sanktionen umfassen unter anderem Verbote für US-Bürger, mit El Aissami Handel zu treiben. Sein Vermögen wird eingefroren, außerdem wurde einem Flugzeug, das dem Vizepräsidenten gehören soll, die Fluglizenz entzogen.

Kokaintransport im Flugzeug

Die Beweise gegen El Aissami sind laut US-Finanzministerium erdrückend. Die Medien spekulieren, er könnte sogar in seinem Flugzeug Kokain transportiert haben. Bei der Frage, ob auch der Flughafen Caracas für den Drogenumschlag benutzt wurde, speziell der Hangar für Regierungsflüge, hieß es von der US-Regierung, man könne nicht ins Detail gehen.

El Aissami ist syrisch-libanesischer Abstammung. Ihm werden auch Verbindungen zur militanten Hamas im Nahen Osten nachgesagt. Auch hatte er in der Vergangenheit mit Militärmaneuvern provoziert, weil er den USA Invasionspläne unterstellte. US-Regierungsvertreter weisen dennoch politische Motive für die Sanktionen gegen ihn zurück.

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