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Wahlkampf in den Niederlanden - Rechtspopulist Wilders isoliert


Niederlande

Wahlkampf in den Niederlanden - Rechtspopulist Wilders isoliert

Einen Monat vor den Parlamentswahlen in den Niederlanden ist der Wahlkampf in die heiße Phase gestartet. 28 Parteien bewerben sich um die 150 Sitze.

In der zersplitterten Parteienlandschaft kann voraussichtlich nur eine Koalition aus mehreren Parteien regieren.
40 Prozent der Wähler wissen Umfragen zufolge noch nicht, wem sie ihre Stimme geben sollen. Zu ihnen gehört auch die Amsterdamerin Monique: “Ich finde es schwierig. Ich bin noch am Überlegen, aber ich werde wohl links wählen wie ich es bisher immer getan habe. Doch ich habe auch Angst vor Al-Kaida und ich fürchte, dass viele Menschen rechts wählen werden.”

Chancen, die stärkste Fraktion zu werden, hat die Partei für die Freiheit (PVV) des Rechtspopulisten Geert Wilders. Dessen Hauptthema ist Kritik am Islam. Er will den Koran verbieten, Moscheen schließen sowie einen Austritt der Niederlande aus der EU. Fast alle Parteien schließen eine Zusammenarbeit mit Wilders’ PVV aus.

Auch die rechtsliberale Volkspartei für Freiheit und Demokratie (VDD) von Ministerpräsident Mark Rutte distanziert sich deutlich von Wilders. Der VDD sagen die Umfragen herbe Verluste voraus. Sie könnte aber davon profitieren, dass viele Niederländer strategisch wählen wollen, das heißt Wilders verhindern.

Bezugnehmend auf die Aussage Wilders, seine Partei könne bei einem Wahlsieg nicht ignoriert werden, twitterte Rutte: “Null Prozent. Geert. NULL Prozent. Das. Wird nicht. Passieren.”

Beobachter gehen davon aus, dass Wilders im Falle eines Wahlsiegs keine Koalitionspartner zur Bildung einer Mehrheit finden wird. Denkbar wäre hingegen eine Koalition aus fünf Parteien ohne Wilders’ PVV.

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