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Mögliche Konzernpartner Peugeot, Citroën und Opel verlieren Marktanteile - Sapin „fuchsteufelswild“


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Mögliche Konzernpartner Peugeot, Citroën und Opel verlieren Marktanteile - Sapin „fuchsteufelswild“

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Der europäische Automarkt ist gut in das neue Jahr
gestartet. Im Januar seien knapp 1,2 Millionen Fahrzeuge mehr zugelassen worden als im entsprechenden Vorjahreszeitraum, plus 10,2 Prozent, so der Branchenverband Acea, Brüssel – allerdings gab es auch einen Arbeitstag zusätzlich.

Der Daimler-Konzern legte beim Absatz um überdurchschnittliche 14,6 Prozent zu. Der Marktanteil lag bei 6,0 Prozent, ein Plus von 0,2 Prozentpunkten. VW und BMW hielten ihre Marktanteile (24,1 und 5,9 Prozent).

Die vielleicht bald für eine einzige Konzernmutter fahrenden Hersteller Opel und PSA (mit Peugeot, Citroën) fielen hingegen hinter die Konkurrenz zurück. Bei den Deutschen legte der Absatz nur um 5,1 Prozent zu, die Franzosen machten es mit plus 6,8 Prozent etwas besser. Die Marktanteile beider Autobauer sanken um je 0,3 Prozentpunkte. Zusammen kommen sie nun auf 16,7 Prozent.

OPEL-GESPRÄCHE ZWISCHEN GM UND PSA: POLITIKER AHNUNGSLOS

Die Politiker beider Länder wußten offenbar nichts von den Verhandlungen zwischen Opel-Mutter General Motors (GM) und der Peugeot Société Anonyme (PSA), obwohl der französische Staat mit 13,7 Prozent an PSA beteiligt ist.

Frankreichs Wirtschafts- und Finanzminister Michel Sapin ist nach Medienberichten (“Handelsblatt”) „fuchsteufelswild.“ Die deutsche Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) mahnte mehr Kommunikation an und sagte: “Es wäre für uns der wichtigste Punkt, dass es weiter ein Headquarter in Rüsselsheim gibt, dass Rüsselsheim nicht nur eine Unterabteilung einer französischen Konzernmutter wird.”

2009 war eine Opel-Übernahme durch die österreichisch-kanadische Gruppe „Magna“ kurzfristig geplatzt. Die Bundesregierung hatte sich zuvor monatelang engagiert, bis hin zu einer Bürgschaft der Kreditanstalt für Wiederaufbau.

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Sigrid Ulrich mit dpa

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