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Netanjahu bei Trump: Reaktionen aus Israel und dem Westjordanland

Der US-Präsident sagte, er könne im Nahostkonflikt sowohl mit einer Ein- als auch mit einer Zwei-Staaten-Lösung leben.

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Benjamin Netanjahu und Donald Trump zeigten sich bei ihrem Aufeinandertreffen in Washington einträchtig: Die USA seien der beste Alliierte Israels – und umgekehrt, betonte Netanjahu.


Dass Trump anklingen ließ, er könne im israelisch-palästinensischen Konflikt sowohl mit einer Ein- als auch mit einer Zwei-Staaten-Lösung leben, spielt nach Μeinung von Richard Bell, einem Israeli aus Jerusalem, Netanjahu in die Karten: “Für Netanjahu war es wichtig, dass Trump nicht auf zwei Staaten besteht, weil es sowohl in seiner Partei Likud als auch bei den rechten Parteien in der Regierung erheblichen Widerstand gegen eine Lösung mit zwei Staaten gibt, so Bell.



Das Außenministerium der palästinensischen Autonomiebehörde kritisierte Trumps Äußerung als einen “sehr gefährlichen Richtungswechsel” in der US-Politik.

“Es war eine Gelegenheit für Netanjahu, mit seiner Lüge aufzuhören, dass er eine Zwei-Staaten-Lösung unterstütze”, meint Labeeb Taha aus Ramallah im Westjordanland. “Wir wissen alle, dass er da gelogen hat. Niemand glaubt, dass Netanjahu für zwei Staaten ist – es sei denn, der palästinensische Staat wird auf einem anderen Planeten gegründet.”

Trump betonte, er sei für die Lösung, mit der beide Seiten einverstanden seien. Die US-Regierung unter seinem Vorgänger Barack Obama hatte eine Zwei-Staaten-Lösung befürwortet.