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Roboter in der Lagerhalle


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Roboter in der Lagerhalle

Eine Roboterhand verpackt Obst und Gemüse im automatisierten Supermarkt, so könnte die Zukunft des Einzelhandels aussehen. Der Roboter, mit weicher Gummihand, um das Obst nicht zu beschädigen, ist nur eine der technologischen Neuheiten des britischen Online-Einzelhändlers Ocado, um Waren noch schneller zum Kunden zu bringen.

Im intelligenten Lagerhaus in Hartfield nahe London werden Container dank Barcode über die kilometerlangen Lieferbänder geleitet.

Paul Clarke, Ocado: “Das ist ein Puzzle aus Hunderten von Algorithmen und Maschinen, die in dieser Lagerhalle lernen, zusammenzuarbeiten. 8000 Container werden gleichzeitig bewegt. Das ist so, als würde man den Straßenverkehr einer Innenstadt organisieren, es ist äußerst komplex, Big Data und Sensortechnologie werden eingesetzt. Wenn ein Förderband ausfällt, muss das gesamte System umdenken und einen neuen Weg suchen.”

Noch wird der Mensch gebraucht. Aber das könnte sich bald ändern. Einer Studie der Universität Oxford zufolge könnten bis 2030 rund 47 Prozent aller Arbeitsplätze in den USA der Automatisierung zum Opfer fallen.

Alex Harvey, Ocado: “Menschen reagieren gut auf unerwartete Elemente und Veränderungen. Ihre Fähigkeit, die Initiative zu ergreifen und auf das Unvorhersehbare zu reagieren ist erstaunlich. Menschen erreichen eine Qualität, mit der sich unsere Robotersysteme nicht messen können. Auch wenn wir Robotersysteme in die Produktion aufnehmen können, wird es noch eine Weile dauern, ehe sie dazu in der Lage sind, mit angeschlagenen Produkten oder Verpackungsproblemen zurechtzukommen. Das sind die großen Herausforderungen an die Robotertechnologie.”

Ziel der Entwickler ist, Roboter zu bauen, die dazu in der Lage sind, mehr als 46 Tausend Waren des Online-Händlers – von der Banane bis zur Konservendose – zu greifen und für den Versand vorzubereiten.

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