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Trotz Schnee und minus 17 Grad: Flüchtlinge auf dem Weg nach Kanada


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Trotz Schnee und minus 17 Grad: Flüchtlinge auf dem Weg nach Kanada

Es ist bitter kalt im Grenzgebiet zwischen den USA und Kanada – kein Ort, der zu einem stundenlangen Fußmarsch einlädt. Dennoch ist das zurzeit für eine Reihe Menschen das geringere Übel. Sie wollen raus aus den USA.

So wie Mohammed, der einem Team des kanadischen Fernsehens auffällt – um 4.30 Uhr am Morgen. Zunächst glaubt der Mann, die Polizei wolle ihn festnehmen, er hebt verängstigt die Arme.

Erschöpft erzählt Mohammed dem Reporter, dass er seit 21 Stunden unterwegs ist. Es gehe ihm nicht gut. Mohammed kommt ursprünglich aus Somalia und war in die USA geflohen. Dort fühlt er sich nicht mehr sicher, seit Donald Trump an der Macht ist.

Allein im Aufnahmezentrum der kanadischen Provinz Manitoba seien zwischen November und Ende Januar 91 Flüchtlinge angekommen, berichten Helfer. Mehr als sonst in einem ganzen Jahr. Die meisten der Flüchtlinge kommen laut Polizei wie Mohammed aus Somalia, einem der Länder auf Trumps Verbotsliste, andere aus Ghana, Dschibuti, Nigeria und Burundi. Hilfsorganisationen in Zentralkanada sehen die steigende Zahl im direkten Zusammenhang mit dem Machtwechsel in Washington.

Mohammed kann sich zunächst im Auto der Journalisten aufwärmen, bevor er bei der kanadischen Polizei einsteigt. Die Beamten wollen ihn zu einem Arzt bringen.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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