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Wandel oder weiter so? Präsidentenwahl in Ecuador


Ecuador

Wandel oder weiter so? Präsidentenwahl in Ecuador

Die Menschen in Ecuador wählen am Sonntag einen neuen Präsidenten. Die beiden Kandidaten sind Lenín Moreno, der Kandidat der amtierenden Regierung, und sein Herausforerer, der ehemalige Banker Guillermo Lasso.

Moreno will den Kurs des Präsidenten Rafael Correa fortsetzen, eine Politik aus sozialen Ausgaben mit hohen Steuern und starker Verschuldung. Moreno war auch Correas Stellvertreter. Ihm werden die größten Chancen in der ersten Runde ausgerechnet.

“Wir wollen unseren Einsatz für Behinderte, ältere Menschen, mittellose Frauen, Hausangestellte, Kinder und misshandelte Frauen weiter fortsetzen,” sagt dieser.

Lasso ist ein ehemaliger Banker, der die Ausgaben um fast fünf Milliarden Euro reduzieren will. Er plant, ausländische Investitionen zu fördern und die Steuern zu reduzieren, damit Menschen mehr Geld ausgeben, wodurch die heimische Produktion angekurbelt werden soll.

“Wir werden 14 Steuern in Ecuador abschaffen, denn die Menschen haben genug von hohen Abgaben, von Missbrauch und der schlimmsten Plage überhaupt: von der Korruption in Correas Umfeld,” kündigt Lasso an. Wählt Arbeitsplätze und den politischen Wandel, fordert er die Menschen auf Twitter auf:

Seit Anfang 2007 im Amt, hinterlässt der ecuadorianische Präsident Rafael Correa ein Land im Aufbruch, aber sein Erbe wiegt schwer. Viele sozio-ökonomische Faktoren geben Correa Recht.

So gibt es weniger Menschen, die unter der Armutsgrenze leben und das BIP ist in den vergangenen zehn Jahren auf fast das Doppelte gestiegen. Allerdings nahm es im letzten Jahr um 1,7% ab – ein negativer Trend. Gegen seine Politik sprechen auch die gestiegene Arbeitslosenquote (5,2%) und die zu hohen öffentlichen Ausgaben, die die staatliche Verschuldung vorantreiben.
Zu seiner Entlastung führt Correa äußere Faktoren wie den gefallenen Ölpreis an, die die ecuadorianische Wirtschaft in den vergangenen Jahren stark belasteten.
Allein das verheerende Erdbeben im April 2016 verursachte Schäden in Höhe von fast drei Milliarden Euro. Um diese zu beheben, musste sich das Land stark verschulden.

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