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Malaysia fordert Genproben von Nordkoreas Herrscherfamilie

Die Behörden geben den Leichnam des getöteten Kim Jong Nam vorerst nicht frei.

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Die malaysischen Behörden werden den Leichnam von Kim Jong Nam vorerst nicht freigeben. Sie fordern zu Ermittlungszwecken Genproben der Familie des Getöteten. Der Halbbruder des nordkoreanischen Staatschefs Kim Jong Un fiel am Flughafen von Kuala Lumpur einem Attentat zum Opfer, möglicherweise wurde er mittels einer Giftspritze ermordet. Drei Verdächtige befinden sich in Haft.

Was hinter Kim Jong Nams Tod steckt, ist unklar. Yoji Gomi, ein japanischer Journalist, der den Ermordeten im Jahr 2011 eigenen Angaben nach interviewte und mit ihm bis 2012 per E-Mail in Kontakt stand, berichtete in Tokio:

“Er sagte, dass die Vererbung einer Machtposition nicht in ein sozialistisches System passt und dass der Staatschef in einem demokratischen Verfahren bestimmt werden sollte. Und er sagte, Nordkorea könne nur dann überleben, wenn es wie China Reformen durchführe.”

Informationen aus Südkorea zufolge könnte Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un die Ermordung seines Halbbruders in Auftrag gegeben haben. Kim Jong Nam, der älteste Sohn des 2012 verstorbenen “Obersten Führers” Kim Jong Il, hegte nach eigener Aussage keine Machtambitionen in seiner nordkoreanischen Heimat.

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