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Münchner Sicherheitskonferenz: Israel wettert gegen den Iran

Am dritten Tag der Münchner Sicherheitskonferenz ging es um Syrien und den Nahen Osten.

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Münchner Sicherheitskonferenz: Israel wettert gegen den Iran

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Am dritten Tag der Münchner Sicherheitskonferenz ging es um Syrien und den Nahen Osten. Der israelische Verteidigungsminister Avigdor Lieberman kritisierte den Iran und das Atomabkommen. Das Land destabilisiere den Nahen Osten durch Waffenschmuggel und Geld:
“Das Abkommen mit dem Iran ist eine Kopie der Vereinbarung mit Nordkorea. Und jetzt sehen wir das Ergebnis in dort. Es gibt keinen Zweifel, egal, wen sie im Nahen Osten fragen, dass der Iran ein weiteres Beispiel des nordkoreanischen Abkommens sein wird.”

Auch der saudi-arabische Außenminister Adel Al-Dschubeir sieht im Iran den “größten Terrorismus finanzierenden Staat der Welt.”

Der iranische Außenminister Dschawad Sarif wies die Kritik zurück und signalisierte Dialogbereitschaft. Er bekräftigte die Verpflichtung seines Landes, keine Atomwaffen zu entwickeln:
“Iran bleibt durch Drohungen ungerührt. Iran reagiert positiv auf Respekt. Auf Drohungen reagieren wir weniger gut.”

Der UN-Sondergesandte Staffan de Mistura betonte die Wichtigkeit einer stabilen Waffenruhe in Syrien. Sie sei die Grundlage für die Wiederaufnahme von Friedensgesprächen:
“Wir müssen, auch wenn es kompliziert ist und in weiter Ferne scheint, eine politisch ganzheitliche, glaubwürdige Lösung für Syrien finden. Das ist die Herausforderung für die kommenden Wochen.”

Die syrische Opposition hat sich für die Friedensverhandlungen ausgesprochen, ihre Bedingung ist jedoch die Absetzung von Regierungschef Bashar Al-Assad.