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Ski-WM: Perfektes Finale für Marcel Hirscher


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Ski-WM: Perfektes Finale für Marcel Hirscher

Die alpine Skiweltmeisterschaft in St. Moritz endete für Marcel Hirscher mit einer weiteren Krönung. Der Österreicher gewann die letzten beiden Rennen bei den Herren, den Riesentorlauf und den Slalom.



Perfekter Abschluss für Marcel Hirscher und für den ÖSV – denn neben dem Annaberger stand ein Mannschaftskollege auf dem Stockerl: Hirscher gewann Gold, sein Landsmann Manuel Feller holte Silber. Bronze ging an den Deutschen Felix Neureuther.

Mindestens eine Medaille wollte Hirscher von der WM mit nach Hause nehmen. Dieses Ziel war mit dem zweiten Platz in der Kombination erreicht, danach lief es für den Salzburger wie am Schnürchen.

Slalom-Favorit Henrik Kristoffersen aus Norwegen musste sich in St. Moritz mit dem undankbaren vierten Rang zufriedengeben – wie bereits im Riesenslalom.

Und so sieht die Bilanz der WM aus: Rot-Weiß-Weiß an der Spitze, gefolgt von der Schweiz!


“Einer der besten Skifahrer aller Zeiten”

Sechs WM-Titel hat Marcel Hirscher in seiner bisherigen Karriere eingefahren. Und sollte nichts Gravierendes dazwischenkommen, wird er am Ende dieses Winters auch zum sechsten Mal in Folge den Gesamtweltcup gewinnen und erneut Geschichte schreiben. Wir haben die französischen Skistars Julien Lizeroux, Victor Muffat-Jeandet und Alexis Pinturault nach ihrer Meinung zu Hirscher gefragt.

Julien Lizeroux: “Er dominiert und ist auf dem besten Wege, der beste Skifahrer aller Zeiten zu werden. Wenn er gut fährt, wird er Erster, fährt er ein mittelmäßiges Rennen, wird er Dritter oder Vierter. Das ist unvorstellbar. Technisch ist er sehr stabil – und körperlich ebenfalls. Er hat seine Erfolge vollauf verdient.”

Victor Muffat-Jeandet: “Es ist wirklich unglaublich, dass er bereits fünf Mal die große Kristallkugel geholt hat. Das ist kein Geheimnis, aber er ist einer der besten Skifahrer aller Zeiten. Er hat das Gesamtniveau in den letzten Jahren noch einmal kräftig angehoben und tut für den Erfolg alles. Jetzt hat er ein bisschen mehr Erfahrung, war aber auch bereits in jungen Jahren sehr erfolgreich.”

Alexis Pinturault: “Ich finde, er ist einer der besten Fahrer in der Geschichte des alpinen Skisports, denn sonst hätte er all das nicht erreichen können. Und er arbeitet weiter daran, dass alle der Meinung sein werden, dass er zu den ganz Großen gehört. Dabei ist er noch relativ jung, er kann also noch einiges erreichen.”

Damals in St. Moritz: Gold für den “verrückten Abfahrer”

St. Moritz hat bereits mehrfach die alpine Ski-WM, aber auch die olympischen Winterspiele 1928 und 1948 ausgetragen. 1948 wurde der Franzose Henri Oreiller erster Abfahrtsolympiasieger.

Oreiller trug einen Spitznamen, in dem sich Bewunderung und Kopfschütteln gleichermaßen ausdrückten: “Der verrückte Abfahrer” wurde er genannt – bei den Spielen 1948 machte er diesem Namen alle Ehre. Erstmals stand ein Abfahrtslauf im olympischen Programm – mit heutigen Pisten war die Strecke in keinster Weise vergleichbar, auf dem Weg zu Olympiagold musste Henri Oreiller auch dem einen oder anderen Baum ausweichen. Neben der Abfahrt gewann Oreiller in St. Moritz auch die Kombination.

Runter von den Pisten und rein in unberührte Hänge: Die Free Rider waren in Andorra zu Gast. Und die Franzosen räumten ab: Léo Slemett gewann vor seinem Landsmann Loïc Colomb-Patton. Damit beenden wir unsere Sendung und lassen es schneien!

Gold für den "Kugelblitz" in St. Moritz – Wellinger in Sapporo auf Rang zwei

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