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Diplomatische Aufregung: Russland erkennt Pässe aus abtrünnigem Donezk an


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Diplomatische Aufregung: Russland erkennt Pässe aus abtrünnigem Donezk an

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Die Separatisten in der ukrainischen Region Donezk haben 48.000 Pässe verteilt. Russland hat diese jetzt als Reisedokumente anerkannt. International hat das Kritik ausgelöst.

Die Anerkennung ist nur vorübergehend, die Menschen in Donetsk freuen sich dennoch über die neue Reisefreiheit.

“Ich finde, das ist ein notwendiger Schritt. Sonst wären wir völlig isoliert”, sagt eine Bürgerin in Donezk, “wenn wir mit unseren Pässen nach Russland reisen können, macht das unser Leben viel einfacher.”

Zwar können die Menschen in Donezk bereits jetzt mit ihren ukrainischen Pässen reisen, das gestaltet sich jedoch kompliziert. Der einfache Grenzübertritt nach Russland ist verlockend für die Menschen in der krisengebeutelten Region:

“Wir können nicht immer am selben Ort bleiben”, sagt ein Mann in Donezk. “Der Flughafen und die Eisenbahn funktionieren nicht. Wir sind wie in einem Ghetto.”

Der Kreml bezeichnet die Anerkennung der Pässe als eine humanitäre Geste. Die Russen unterstützen die Abspaltungsbemühungen der Ostukraine, viele andere Länder tun das nicht. Deutschlands Regierung kritisierte, mit der Entscheidung torpediere Russland den Friedensprozess. Auf die Frage nach Konsequenzen sagte Martin Schäfer, Sprecher des Auswärtigen Amts, “dass wir das natürlich nicht auf sich beruhen lassen werden”. Frankreichs Regierung reagierte ähnlich. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hatte schon am Samstag seinen Unmut geäußert und von einem Verstoß gegen Völkerrecht gesprochen. Diesen Vorwurf wies der Kreml zurück.

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