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Kim Dotcom: "Urheberrechtsverletzungen sind in Neuseeland keine Straftat "


Neuseeland

Kim Dotcom: "Urheberrechtsverletzungen sind in Neuseeland keine Straftat "

Kim Schmitz, alias Kim Dotcom, soll nun doch an die USA ausgeliefert werden. Das entschied das oberste Gericht im neuseeländischen Auckland, wo der aus Deutschland stammende Internetunternehmer lebt. Das Gericht sprach Kim Dotcom des Betrugs schuldig, nicht aber der Urheberrechtsverletzungen.



Diese Verurteilung rechtfertigt eine Auslieferung Dotcoms an die USA, wie schon zuvor gefordert. Dort erwartet ihn bei einem Schuldspruch ein hartes Urteil von bis zu 20 Jahren Haft.

Dotcoms Anwalt hat Einspruch gegen das neuseeländische Urteil angekündigt. Dotcom selbst sieht sich bestätigt: Das neuseeländische Urteil zeige, dass es sich bei einer Urheberrechtsverletzung nicht um eine Straftat handele. Auf Twitter sprach er von einem “politischen Urteil”.



Seine 2005 gegründete Filesharing-Website “Megaupload” hatte es Benutzern ermöglicht, urheberrechtlich geschütztes Material auszutauschen. Nutzer konnten Dateien hochladen, die anderen Nutzern zur Verfügung gestellt wurden. Die US-Behörden ermittelten, dass es sich dabei unter anderem um eine Vielzahl illegaler Filmkopien handelte.


Das ist nach Ansicht der US-Behörden illegal, der Austausch soll die Urheber und deren Interessenvertreter eine halbe Milliarde Dollar gekostet haben. Dotcom dagegen argumentiert, dass er und seine Kollegen die Tauschplattform lediglich zur Verfügung gestellt habe, er aber nicht für das Verhalten seiner Nutzer verantwortlich gemacht werden könne.


Megaupload wurde bereits am 18. Januar 2012 abgeschaltet, noch am selben Tag wurde Kim Dotcom auf Forderung der US-Behörden auf seinem Anwesen in Neuseeland verhaftet und seine Güter und Vermögenswerte beschlagnahmt. Die Durchsuchung und anschließende Verhaftung hatte Dotcom zunächst erfolgreich angefochten. Die Auslieferung Kim Dotcoms hat sich durch den andauernden Rechtsstreit immer weiter verzögert.