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HSBC - im Abschreiben Spitze


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HSBC - im Abschreiben Spitze

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Der Finanzkonzern HSBC wird von Spätfolgen eines Zukaufs vor fast zwei Jahrzehnten eingeholt.

Wegen Abschreibungen auf das europäische Privatkundengeschäft brach der Vorsteuergewinn im abgelaufenen Jahr um fast zwei Drittel ein. Die Briten verdienten 6,7 Milliarden Euro, gerade einmal halb so viel wie von Analysten vorhergesagt. Die HSBC-Aktien gaben um mehr als sechs Prozent nach, so stark wie seit dem Brexit-Votum vom Juni nicht mehr.

Die Briten schrieben auf dasSchweizer Geschäft insgesamt 3 Milliarden Euro ab. Das habe vor allem mit den Folgen des Kaufs der Safra Republic Holding im Jahr 1999 zu tun und mit der daraus entstandenen Schweizer Privatbank, so das Geldhaus. Umfangreiche Regelverstöße in der Schweiz beschädigten den Ruf der Briten schwer, das Geschäft wurde radikal umgebaut.
“Wir haben die Privatbank restrukturiert, und das liegt nun alles hinter uns”, sagte HSBC-Chef Stuart Gulliver. Ein Verkauf stehe nicht an.

Tom Stevenson, Vermögensverwaltung Fidelity International, London:

“Das Problem der HSBC ist möglicherweise auch die Verlangsamung des weltweiten Handels. Das ist eine schlechte Nachricht, was die Rentabilität der Banken angeht. Im Fall von HSBC könnte der regionale Handel, besonders in Asien, das kompensieren. Das Unternehmen meint, es sei weniger betroffen als es auf den ersten Blick scheint.”

Die Entscheidung Großbritanniens, die Europäische Union zu verlassen, habe bislang kaum Auswirkungen, sagte Gulliver. Die Bank halte dennoch an ihrer Entscheidung fest, nach dem Brexit 1.000 Stellen von London nach Paris zu verlagern. Der Grund sei, dass diese Dienstleistungen nicht mehr legal von London aus angeboten werden dürften, wenn Großbritannien nicht mehr in der EU sei, erläuterte Gulliver. “Ich denke aber nicht, dass das ein Problem für London sein wird.” Derzeit beschäftigt die Bank 43.000 Mitarbeiter in Großbritannien.

Traditionell ist die HSBC stark in Asien. Gulliver hat der Bank seit seinem Amtsantritt 2010 einen radikalen Umbau verordnet. Seither wurden mehr als 43.000 Stellen gestrichen und mehr als 80 Geschäftsbereiche verkauft.

su mit Reuters, dpa

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