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Vorbereitungen für Exodus im Verlauf der Offensive auf West-Mossul


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Vorbereitungen für Exodus im Verlauf der Offensive auf West-Mossul

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Während die irakischen Verbände weiter auf den Westteil der IS-Hochburg Mossul vorrücken, treffen die Regierung und Hilfsorganisationen Vorbereitungen für eine erwartete Flüchtlingswelle.

Ein neues Auffanglager rund 15 Kilometer südlich von West-Mossul bei Hammam Al-Alil soll auch mit Hilfe des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) auf eine Kapazität von 60.000 Personen ausgebaut werden. Zwar haben sich andere Lager wieder geleert, der erwartete Exodus aus West-Mossul könnte die Kapazitäten rund die Stadt aber trotzdem übersteigen.

“Schätzungen zufolge könnten es bis zu 250.000 neue Geflüchtete sein”, so UNHCR-Sprecher Matthew Saltmarsh. “Seit Beginn Offensive am 17. Oktober sind fast 217.000 Menschen vor den Kämpfen geflohen, 160.000 davon weiterhin auf der Flucht. Andere sind in ihre Häuser in befreiten Gebieten zurückgekehrt. Aber die Situation ist weiterhin nicht stabil und sehr beängstigend für jene, die eingeschlossen oder von den Kämpfen betroffen sind.”

Nach neueren Hochrechnungen sind im Westteil mit den IS-Dschihadisten etwa 650.000 Zivilisten eingeschlossen. Sie leiden unter zunehmender Nahrunsmittelknappheit.

In den ersten drei Tage der neuen Offensive haben die irakischen Verbände nach Angaben des Oberkommandos bisher rund 120 Quadratkilometer westlich des Tigris und südlich von Mossul erobert. Sie stehen nun in Vororten fünf Kilometer vor der Stadt. In der westlichen Innenstadt erwartet die Einheiten eine deutlich schwierigere Situation. Die dortigen Gassen sind dicht bewohnt und für gepanzerte Fahrzeuge zu eng.