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Wegen Datenklau: Verizon bekommt Yahoo zum Schnäppchenpreis


Wirtschaft

Wegen Datenklau: Verizon bekommt Yahoo zum Schnäppchenpreis

Der größte US-Mobilfunkkonzern Verizon bekommt das Kerngeschäft des Internetpioniers Yahoo zum Sonderpreis.

Dieser werde um 330 Millionen Euro niedriger ausfallen, so die beiden Unternehmen. Damit zahlt Verizon 4,2 Milliarden Euro in bar. Verizon will Yahoos E-Mail-, Such- und Messengerdienste und den Bereich Online-Werbung mit seiner Tochter AOL zusammenbringen. Der Konzern setzt darauf, mit mobilen Videos und Werbung neue Einnahmen außerhalb des als gesättigt geltenden Mobilfunkmarktes zu erlösen. Das Geschäft solle im zweiten Quartal abgeschlossen werden. Verizon-Aktien stiegen vorbörslich um 0,4 Prozent, die von Yahoo um knapp 0,6 Prozent.

Verizon hatte wegen eines durch Cyberattacken entstandenen wirtschaftlichen Schadens seit längerem versucht, den Preis für die Übernahme zu drücken. Die juristischen und finanziellen Konsequenzen wollen die beiden Unternehmen zwischen sich aufteilen.

Bei zwei Hackerangriffen waren 2013 und 2014 Daten von mehr als einer Milliarde Yahoo-Nutzern gestohlen worden. Der einstige Internetpionier verlor in den vergangenen Jahren zunehmend an Boden im Kampf mit den schnell wachsenden Online-Giganten Google und Facebook.

Verizon wird in einen engen Zusammenhang zu US-Geheimdiensten gebracht.

su mit Reuters