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Gnadenfrist vor Räumung für Protestierende gegen Dakota-Access-Pipeline


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Gnadenfrist vor Räumung für Protestierende gegen Dakota-Access-Pipeline

Im Streit um den Bau der Dakota-Access-Pipeline steht nun die endgültige Räumung des Protestcamps bevor. Präsident Donald Trump hatte eine Anordnung seines Vorgängers Barack Obama rückgängig und den Weg für den Bau freigemacht. Die Pipeline soll bis zum 1. April fertiggestellt und in Betrieb genommen werden.

Die Frist für eine freiwillige Räumung lief am Mittwoch aus, mehrere Aktivisten wurden nach Zusammenstößen verhaftet. Das Camp steht seit Oktober auf Regierungsgelände am Rande eines Sioux-Indianerreservats. Bis zu 10.000 Anwohner und Aktivisten protestierten dort unter anderem, weil sie die Verschmutzung eines nahen Sees und die Zestörung heiliger Stätten fürchten.

Der Gouverneur gewährte zum Ablauf der Frist noch einen Aufschub: “Wir wollen, dass alle Verbliebenen wissen, dass sie die Gelegenheit haben, freiwillig zu gehen, ihre Habseligkeiten und alles kulturell relevante mitzunehmen, und dass wir dabei helfen werden”, sagte Doug Burgum, Gouverneur von North Dakota, nach Ablauf der Frist.

Zwei weitere Klagen indigener Stämme gegen die Pipeline waren zuvor bei Gericht gescheitert. Mittelfristig droht auf dem Gelände außerdem ein Hochwasser. Viele der Verbliebenen hatten deshalb bereits freiwillig gepackt und ihre Lagerstätten nach Indianermanier niedergebrannt.

Einige Dutzend Protestierende wollten aber weiter ausharren: “Ich habe ein bisschen Angst vor einer Verhaftung oder anderen möglichen Konseqenzen. Aber ich glaube aus ganzem Herzen an diese Bewegung hier und ich bin bereit, das zu riskieren.”

Während der monatelangen Proteste gab es immer wieder Zusammenstöße und mehr als 700 Verhaftungen.

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