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Iñaki Urdangarin muss vorerst nicht ins Gefängnis

Der Gatte der spanischen Infantin Cristina hatte gegen seine Verurteilung Berufung eingelegt. Bis zu einem Urteil bleibt er in Freiheit.

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Iñaki Urdangarin, Gatte der spanischen Infantin Cristina, bleibt vorerst auf freiem Fuß. Ein Gericht in Palma de Mallorca verzichtete zudem darauf, eine Kautionssumme für den 49-Jährigen und seinen ehemaligen Geschäftspartner Diego Torres festzulegen.

Urdangarin war wegen Veruntreuung zu einer Haftstrafe von sechs Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Er lebt mit seiner Familie in Genf. Bis zum Abschluss der Berufungsverhandlungen muss sich der frühere Handballprofi jeweils zu Monatsbeginn bei den Schweizer Behörden melden. Sein früherer Kompagnon Torres muss seinen Pass abgeben und darf Spanien nicht verlassen.



Urdangarins Gattin Cristina wurde vergangene Woche vom Vorwurf der Beihilfe zur Steuerhinterziehung freigesprochen. Sie war das erste Mitglied des Königshauses, das vor Gericht stand. Schon im Juli 2015 hatte Cristinas Bruder, König Felipe VI., ihr den Titel der Herzogin von Palma entzogen.

Die Infantin ist mittlerweile in Genf für die Stiftung einer spanischen Bank tätig. Öffentlich ist die königliche Familie zu Cristina und ihrem Gatten auf Distanz gegangen.