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Kampfpreise bei Norwegian Air: Für 62 Euro über den Atlantik


Wirtschaft

Kampfpreise bei Norwegian Air: Für 62 Euro über den Atlantik

Mit Kampfpreisen macht die Billigfluglinie Norwegian Air angestammten Airlines wie der Lufthansa auf den lukrativen Atlantikstrecken stärker Konkurrenz.

Von Juni an werde Norwegian Flüge von Großbritannien und Irland an die US-Ostküste ab 65 Dollar (62 Euro) für die einfache Strecke anbieten, so die in Oslo ansässige Fluglinie.

Bjorn Kjos, Vorstandschef Norwegian Air:

“Wir bekommen in diesem Sommer neue Boeing-Flugzeuge, und mit denen werden wir in der Lage sein, unglaublich billig in die USA zu fliegen.”

KOSTENBREMSEN BOEING 737 MAX UND REGIONALFLUGHÄFEN

Als Kostenbremse setzt Norwegian als eine der ersten Fluglinien für die Ozeanüberquerung nicht mehr Großraumflugzeuge ein, sondern wesentlich kleinere Boeing-737-Jets.

Die ursprünglich für Flüge innerhalb Europas oder der USA konstruierte Maschine wurde vom US-Hersteller überarbeitet und kann nun längere Strecken ohne Auftanken zurücklegen. Norwegian erhält die ersten Jets der neuen Version 737 Max im Mai.

Außerdem fliegt Norwegian von Großbritannien und Irland aus nicht die Großairports von New York und Boston an. Stattdessen geht es zu kleineren Städten in den Bundesstaaten New York, Rhode Island und Connecticut.

Der Amerika-Expansion von Norwegian war ein jahrelanger Rechtsstreit vorausgegangen. Da Norwegen nicht EU-Mitglied ist, konnte die Fluglinie von ihrem Heimatland aus nicht so viele US-Verbindungen anbieten wie gewünscht. Deshalb wurde eine Tochter in Irland gegründet. Bei 60 Millionen Passagiere auf diesen Routen gebe es noch Platz für Newcomer, hieß es bei der isländischen Wow Air im vergangenen Jahr. Sie bietet bereits Billigflüge über den Nordatlantik an, allerdings mit einem Stopp in Islands Hauptstadt Reykjavik.

Der Markt für Verbindungen zwischen Europa und Nordamerika wird traditionell von den drei großen europäischen Airline-Konzernen Air France-KLM, British Airways-Iberia und der Lufthansa sowie ihren amerikanischen Partnern kontrolliert.

su mit Reuters