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Inder in Kansas erschossen: War es Fremdenhass?


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Inder in Kansas erschossen: War es Fremdenhass?

Ein 51-jähriger US-Amerikaner, der in einem Lokal in Olathe (Bundesstaat Kansas) am Mittwochabend einen Inder erschoss und zwei weitere Personen verletzte, wird wegen vorsätzlichen Mordes angeklagt. Das teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der Täter soll dem Inder und dessen Landsmann zugerufen haben, aus den USA zu verschwinden, ehe er das Feuer eröffnete, berichten Zeugen.

“Ich habe mich unter einem Tisch versteckt, als er schoss”, sagt einer der Männer, die die Tat überlebten. “Ich habe neun Schüsse gehört und ging davon aus, dass sein Magazin leer war. Also habe ich versucht, ihn zu verfolgen.”



Für die Familie des getöteten Inders, der in den USA als Ingenieur arbeitete, ist der Fall offensichtlich: Ihrer Ansicht nach handelte der Schütze aus Fremdenhass: “Von solchen Verbrechen, die aus Hass begangen werden, hat man sonst nie gehört. Doch seit Trump Präsident ist, haben wir so etwas einige Male gesehen. Die Tat wurde von einem erwachsenen Mann begangen. Doch es scheint sich eine Stimmung breitzumachen, Menschen aus Asien und dem Nahen Osten zu hassen”, so ein Angehöriger.

Regierungssprecher Sean Spicer sagte, es sei absurd, die Tat mit Aussagen Trumps in Verbindung zu bringen. Der zuständige Beamte der Bundespolizei FBI betonte, man ermittle in alle Richtungen.