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Abu Sayyaf enthauptet deutsche Geisel


Philippinen

Abu Sayyaf enthauptet deutsche Geisel

Auf den Philippinen hat die islamistische Terrorgruppe Abu Sayyaf ein Video veröffentlicht, das die Enthauptung ihrer deutschen Geisel zeigen soll. Der 70 Jahre alte Mann war im November entführt worden. Er war auf der Insel Jolo im Südwesten des Inselstaats gefangen gehalten worden, die als Hochburg der Terrorgruppe gilt.

Er war auf einer Segeltour zusammen mit seiner Lebensgefährtin überfallen und verschleppt worden. Die 59 Jahre alte Frau wurde damals bereits getötet.

Abu Sayyaf hatte mit seiner Ermordung gedroht, falls nicht bis Sonntag ein Lösegeld von umgerechnet 570.000 Euro bezahlt werde. Die philippinische Regierung selbst bezahlt in der Regel keine Lösegelder.

Abu Sayyaf hat nach Schätzungen etwa zwei Dutzend weitere Geiseln in ihrer Gewalt. Kurz vor Ablauf der Frist hatte die philippinische Luftwaffe trotz der Gefahr für die Geisel Verstecke der Terrorgruppe angegriffen. In der Region werden etwa 60 Kämpfer vermutet.

Im Süden der mehrheitlich katholischen Philippinen kämpfen muslimische Separatisten seit den 1960er Jahren für Autonomie. Unter dem Einfluss von Al-Kaida entstand 1991 die Organisation Abu Sayyaf (“Schwertträger”), die die Bevölkerung mit Anschlägen terrorisiert und ihren Kampf mit der Entführung von Ausländern und Lösegelderpressungen finanziert. Hochburg von Abu Sayyaf ist die Insel Jolo im Südwesten des Inselstaats.

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