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Peinliche Panne: Die Höhe- und Tiefpunkte der Oscar-Verleihung 2017


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Peinliche Panne: Die Höhe- und Tiefpunkte der Oscar-Verleihung 2017

Peinliche Panne

In die Annalen eingehen wird eine der größten Pannen in der Geschichte der Oscar-Verleihungen: Der Preis für den besten Film wurde zunächst versehentlich an den falschen Film vergeben. “Während die Produzenten des Musicals “La La Land” schon ihre Dankesreden hielten, musste korrigiert werden”:https://www.nytimes.com/2017/02/27/movies/oscars-best-picture-transcript.html: “Moonlight” ist der Gewinner.

Warren Beatty und Faye Dunaway, die den Gewinner verkündeten, hatten einen falschen Umschlag erhalten, nämlich offenbar den für die beste Hauptdarstellerin, und zwar auch gestutzt, dann aber nicht nachgefragt. “La La Land”-Produzent Jordan Horowitz gab denn auf der Bühne die begehrte Trophäe an die wahren Preisträger weiter und bekam für seinen würdevollen Abgang Respekt auf Twitter gezollt:



Mehr Vielfalt bei den Nominierungen

Nach der Kritik im vergangenen Jahr, dass das zweite Jahr in Folge so gut wie nur weiße Künstler nominiert wurden, standen diesmal sechs schwarze Schauspieler auf der Liste der Nominierungen, ein Rekord, kommentierte die New Yort Times. Zwei Schwarze gewannen einen Oscar. Mahershala Ali wurde als erster Moslem mit einem Oscar als bester Nebendarsteller in “Moonlight” ausgezeichnet, die Schwarze Viola Davis als beste Nebendarstellerin in “Fences”.



An Donald Trump kommt man nicht vorbei…

Meryl Streep hatte die Golden Globes-Verleihung im Januar für eine politische Rede gegen den neuen US-Präsidenten genutzt. Sie wurde dort für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Donald Trump schlug damals prompt zurück und schmähte Streep als “eine der am meisten überschätzten Schauspielerinnen in Hollywood.”

Nun, bei der Oscar-Verleihung, ironisierte Moderator Jimmy Kimmel: “Unter allen großen Schauspielern hier in Hollywood hat eine sich im besonderen bewährt mit ihren vielen nicht gerade aufregenden und unterschätzten Schauspielleistungen. Von ihrem mittelmäßigen Frühwerk in “Die durch die Hölle gehen” und “Jenseits von Afrika” an hat Meryl Streep in über 50 Filmen im Laufe ihrer glanzlosen Karriere immer wieder rumgewurstelt. Dies ist Meryls 20. Oscar-Nominierung.”

Trump war Zielscheibe etlicher Witze und Anspielungen, doch so harsche Kritik wie bei den Golden Globes im Januar blieb diesmal aus.

Kimmel witzelte, dass Trump noch gar nicht wie doch so üblich getwittert habe während der Show am Sonntagabend – ob er denn noch wach sei?



… und auch nicht an seiner umstrittenen Politik

Mehrere Stars trugen demonstrativ blaue Ansteckschleifen als Zeichen für ihre Unterstüztung der Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union, die aktiv Widerstand gegen Trumps Einreiseverbote leistet.

Aus Protest gegen die Einreiseverbote hatte der iranische Regisseur Asghar Farhadi die Zeremonie boykottiert. Sein Film “The Salesman” bekam den Oscar für den besten ausländischen Film.

Farhadi ließ eine Erklärung verlesen, in der es hieß: “Meine Abwesenheit erklärt sich aus dem Respekt für die Menschen meines Landes und von sechs anderen Nationen heraus, die durch ein unmenschliches Gesetz … missachtet werden.”



Streeps Kleider-Krieg mit Lagerfeld

Schon im Vorfeld der Oscar-Feier hatte ein Kleider-Streit zwischen Meryl Streep und Karl Lagerfeld Schlagzeilen gemacht. Die Schauspielerin hält dem Mode-Zaren vor, ihr den Abend verdorben zu haben durch die falsche Beschuldigung, dass sie sich von einem anderen Designer ihre Abendrobe umsonst habe schneidern lassen. Lagerfeld hatte dies einem Modemagazin gegenüber geäußert, später aber ein “Missverständnis” bedauert. Streep fordert eine richtige Entschuldigung, ein “Bedauern” reiche nicht:

“Die Geschichte wurde weltweit aufgegriffen, überschattet weiterhin meinen Auftritt bei den Oscars anlässlich meiner alle Rekorde brechenden 20. Nominierung, und verdüstert diese Ehre in den Augen der Medien, meiner Kollegen und des Publikums”, schrieb sie in einer Erklärung.

“Karl Lagerfeld, ein prominenter Modedesigner, verleumdete mich, meinen Stylisten und den illustren Designer, für dessen Kleid ich mich entschieden habe, in einer bedeutenden Publikation.”

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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