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Raserei ist Mord: spektakuläres Urteil in Berlin


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Raserei ist Mord: spektakuläres Urteil in Berlin

Wegen eines illegalen Autorennens mit tödlichem Ausgang hat das Landgericht Berlin zwei Männer wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Es ist nach derzeitigem Kenntnisstand das erste Mal, dass ein Gericht eine derart hohe Strafe für die Folgen illegaler Raserei verhängte.

Bisher gab es bei illegalen Autorennen oft nur Strafen wegen fahrlässiger Tötung. Darauf und auf Gefährdung des Straßenverkehrs hatten auch die Verteidiger plädiert. Sie argumentierten, der Vorsatz, an einem Rennen teilzunehmen, sei nicht mit einem Tötungsvorsatz gleichzusetzen. Die Männer seien davon ausgegangen, alles unter Kontrolle zu haben.

Die Psychologie des Rasens

Im Prozess beschrieb eine Verkehrspsychologin einen der Männer als "massiv selbstüberschätzend". Als Motiv für sein Handeln sah sie den Wunsch des Mannes, "sein Ego aufzuwerten".

Ähnliches bescheinigt auch der Verkehrspsychologe Haiko Ackermann Menschen, die bewusst jegliche Grenzen der Vernunft überschreiten: "Man hat Macht. Wenn man 400 oder 500 PS hat, braucht man nur eine kleine Fußbewegung zu machen und übt unglaubliche Macht aus, die man im beruflichen und privaten Leben bei diesen Leuten nicht feststellen kann."

Die Staatsanwaltschaft ging dagegen von einem sogenannten bedingten Vorsatz aus, die beiden Männer hätten zwar niemanden töten wollen, aber die Folgen ihres Handelns billigend in Kauf genommen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die heute 28 und 25 Jahre alten Täter waren vor einem Jahr mit etwa 150 Stundenkilometern in der Berliner Innenstadt unterwegs. Einer der Raser rammte einen Geländewagen, dessen 69 Jahre alter Fahrer starb.

Zumindest die Karikaturisten nehmen das Urteil mit Humor
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