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Wie "Moonlight" doch noch zu seinem Oscar kam

Mitglieder der “Academy”, anwesende Stars und Zuschauer schienen alle gleichermaßen verwirrt, als klar wurde, dass für den Oscar in der Königskategorie “Bester Film” versehentlich der falsche Film genannt worden war.

Doch noch einmal der Reihe nach, oder: Wie “Moonlight” doch noch zu seinem Oscar kam.

Die diesjährige Oscar-Verleihung neigte sich dem Ende zu, als Warren Beatty und Faye Dunaway den “Besten Film” bekanntgeben sollten:

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Nachdem die beiden verkündet hatten, dass “La La Land” gewonnen hatte, wurde die peinliche Panne offensichtlich:

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Ein Verantwortlicher aus der Regie war auf der Bühne mit seinem Headset zu sehen, Schauspieler und Crew von “La La Land” ebenfalls, daneben Beatty. Alle schienen verwirrt.

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Jordan Horowitz, Regisseur von “La La Land”, klärte den Irrtum für alle auf: “Das ist kein Scherz, “Moonlight” ist der beste Film.” Zum Beweis hielt er die Karte für alle gut sichtbar in die Kamera:

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Die Verwirrung dauerte an, Darsteller und Crew von “Moonlight” begaben sich unterdessen auf die Bühne, Showmaster Jimmy Kimmel versuchte, die Wogen zu glätten. Horowitz umarmte den “Moonlight”-Regisseur Barry Jenkins.

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Jenkins und sein Team scheinen sich schnell vom “großen Schock” erholt zu haben:

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Mahershala Ali, der außerdem einen Oscar für die beste Nebenrolle in “Moonlight” gewann, zeigte sich später zusammen mit Oscar-Preisträgerin Emma Stone. Beide schienen dem vorherigen Irrtum keine sonderlich große Bedeutung beizumessen.

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Doch was war der Grund für den Fauxpas? Einen Hinweis gibt der Umschlag, den Warren Beatty in der Hand hält.

Darauf ist “Schauspielerin in führender Rolle” zu lesen.

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Beatty selbst versuchte sich an einer Erklärung: Er habe innegehalten, weil er verwirrt war, nicht, um die Spannung zu erhöhen. Er sagte, dass auf der Karte “Emma Stone” gestanden habe, und nicht der Titel “La La Land” oder “Moonlight”.

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Bei der traditionellen Aftershowparty hielt Beatty den Umschlag fest in der Hand.

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PricewaterhouseCoopers, verantwortlich für die Wahlen und den reibungslosen Ablauf der Academy-Awards sagte in einer Erklärung: “Wir entschuldigen uns bei “Moonlight”, “La La Land”, Warren Beatty, Faye Dunaway und unserem Publikum für diesen fatalen Fehler bei der Verkündung des Besten Films. Den Präsentatoren war versehentlich der Umschlag für die falsche Kategorie gegeben worden, das Versehen wurde schnellstmöglich korrigiert. Wir sind dabei, den Vorfall aufzuklären.”

Das sagen die sozialen Netzwerke dazu

Der Irrtum wurde von Nutzern der sozialen Netzwerke auf die Schippe genommen, einige ließen sich über die Reaktionen der “Moonlight”-Crew aus:

Andere bedauerten, dass dem Gewinnerfilm durch den Irrtum an Momentum genommen wurde. In den Schlagzeilen gehe es nur um die Panne, aber nicht mehr um den Film.

Die Glückwünsche einiger Stars an die Oscar-GewinnerInnen, wie die der britischen Sängerin Adele, ließen nicht lange auf sich warten:

Moderator Jimmy Kimmel zog den Vergleich zu Steve Harveys Irrtum. Der Moderator hatte 2015 die falsche Miss Universe ernannt.

Twitter-Nutzer nutzten die Steilvorlage unter dem Hashtag #OscarFail:

Trevor Noah von “The Daily Show” twitterte Folgendes:

Die Gelegenheit, Parallelen zur Politik zu ziehen, wurde ausgiebig genutzt, per Photoshop adaptierte Bilder machten die Runde:

Auf dem offiziellen Twitter-Account der “Academy” war nichts von der Panne zu lesen:

Einige Filmemacher, die auch schon für einen Oscar nominiert waren, amüsierten sich auf diese Weise:
(“Ich habe einen Anwalt behalten, um zu sehen, ob ich für “Drive” einen Oscar gewonnen habe.”)

Am Ende twitterte “Moonlight”-Regisseur Barry Jenkins diese einfache Botschaft:

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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