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Korruptionsskandal in Südkorea: Samsung-Chef wird angeklagt

Dem inhaftierten Erben des Samsung-Imperiums soll wegen Korruption der Prozess gemacht werden.

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Korruptionsskandal in Südkorea: Samsung-Chef wird angeklagt

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Dem inhaftierten Erben des Samsung-Imperiums soll wegen Korruption der Prozess gemacht werden.

Jay Y. Lee, der Erbe und de-facto Chef des Samsung Konzerns muss sich wegen Korruption vor Gericht verantworten. Neben Lee sind noch vier Spitzenmanager des Unternehmens angeklagt.

Samsung ist in die Korruptionsaffäre um die suspendierte Präsidentin Park Geun Hye verwickelt. Der Elektronikriese ist der größte Geldgeber der Stiftungen von Parks langjähriger Vertrauten Choi Soon Sil.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft erklärte, dass Präsidentin Park in Bezug auf die Bestechungsvorwürfe in diesem Fall zu den Verdächtigen zählt und angeklagt werden wird.

Samsung soll umgerechnet knapp 35 Millionen Euro an Chois Stiftungen gezahlt haben. Lee und seine Anwälte dementieren die Zahlungen nicht, sagen jedoch, dass der Konzern dafür keinen Gegenleistung erwartet oder erhalten habe.

Die Sonderermittlungen im Bestechungsskandal um die vorläufig entmachtete Präsidenten Park Geun Hye sind unterdessen abgeschlossen.

Sowohl Park als auch ihre Freundin Choi Soon Sil beteuern ihre Unschuld. Choi soll mit dem Samsung-Geld u.a. auch die Reitausbildung ihrer Tochter in Deutschland finanziert haben.

Die Wut in der Bevölkerung ebbt nicht ab. Am vergangenen Wochenende sind Hunderttausende auf die Straße gegangen. Sie wollen weitere Maßnahmen gegen die korrupten Verbindungen zwischen Politik und Wirtschaft in Südkorea.