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Afghanistan: Viele Tote bei Anschlags-Serie


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Afghanistan: Viele Tote bei Anschlags-Serie

In Afghanistan sind bei einer Serie von Anschlägen und Offensiven der radikalislamischen Taliban mindestens 27 Menschen getötet und 44 weitere verletzt worden. Angriffe gab es am Mittwoch nach offiziellen Angaben im Norden, im Osten und in der Hauptstadt des Landes.

Am frühen Morgen hatten die Islamisten zunächst mehrere Sicherheitsposten und das Haus eine Polizeikommandeurs in der ostafghanischen Provinz Laghman angegriffen und dabei mindestens drei Menschen getötet und sechs Männer entführt. Zu der Zahl der Verletzten gab es keine Informationen.

Am Mittag folgten gleich zwei Anschläge auf Sicherheitseinrichtungen in Kabul, die mindestens 16 Zivilisten und Sicherheitskräfte in den Tod rissen. Auch die insgesamt fünf Angreifer starben. Mindestens 44 Menschen seien verletzt worden, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums, Wahedullah Madschroh. Der Leiter der Kabuler Kliniken, Muhebullah Sir, sprach sogar von 52 Verletzten allein beim ersten Anschlag. Die Taliban bekannten sich zu den Anschlägen in einem Tweet ihres Sprechers.

Im Südwesten der Stadt hatten sie zunächst vor einer Militärschule und einer nebenan gelegenen Polizeistation ein «Auto voller Explosivstoffe in die Luft gesprengt», wie es in einer Stellungnahme des Innenministeriums hieß. Danach waren drei Angreifer in die Polizeistation eingedrungen und hatte sich fast sechs Stunden lang mit Sicherheitskräften Gefechte geliefert.

Augenzeugen berichteten, die Wucht der ersten Explosion habe Fensterscheiben in der ganzen Stadt erzittern lassen.

Der zweite Anschlag ereignete sich kurz nach dem ersten im Osten der Stadt. Laut Innenministerium war das Ziel ein Haus des Geheimdienstes NDS. Ein Selbstmordattentäter hatte sich demnach vor dem Haus in die Luft gesprengt, ein weiterer wurde erschossen.

Am Nachmittag fiel den Taliban dann in der nordafghanischen Provinz Baghlan das Zentrum eines Bezirks in die Hände. In den zweitägigen Kämpfen um Talawa Barfak sollen mindestens drei Menschen getötet worden sein. Zur Zahl der Verletzten gab es auch hier keine Angaben. Baghlan, wo bis 2013 auch die Bundeswehr stationiert war, ist heute eine der am schwersten umkämpften Provinzen des Landes und regelmäßig unter jenen mit den meisten Kriegsflüchtlingen.

Die Taliban setzen die afghanische Regierung immer schwerer unter Druck. Nach Angaben des US-Militärs aus dem Januar kontrolliert sie nur noch etwa 57 Prozent des Landes.

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