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Gabriel: Fall Yücel "große Belastungsprobe" für deutsch-türkische Beziehungen


Türkei

Gabriel: Fall Yücel "große Belastungsprobe" für deutsch-türkische Beziehungen

Der Fall des in der Türkei inhaftierten “Welt”-Journalisten Deniz Yücel beschäftigt weiter die deutsche Bundesregierung. Das Auswärtige Amt bat am Dienstag den türkischen Botschafter zu einem Gespräch. Die Regierung fordert eine baldige Freilassung und konsularischen Zugang zu Yücel, der allerdings Doppelstaatler ist und in der Türkei deshalb nicht als Ausländer behandelt wird.

Das Verhältnis zwischen Deutschland und der Türkei stehe derzeit “vor einer seiner größten Belastungsproben in der Gegenwart”, sagte Außenminister Sigmar Gabriel:
“Der Umgang mit Deniz Yücel wirft ein starkes Schlaglicht darauf, dass es in unseren Ländern, in Deutschland und der Türkei, und man muss wohl sagen in Europa und der Türkei, bei der Anwendung rechtsstaatlicher Grundsätze und in der Bewertung der Presse- und Medienfreiheit sehr große Bewertungsunterschiede gibt.”

In zahlreichen deutschen, österreichischen und Schweizer Städten gab es erneut Kundgebungen und Autokorsos gegen die Inhaftierung Yücels, sowie Solidaritätsbekundungen anderer Journalisten.

Neben Yücel sind in der Türkei noch über 150 weitere Journalisten in Haft, meist auf Basis des seit dem Putsch geltenden Notstands. Die Behörden werfen ihnen unterschiedliche Verbrechen vor und bestreiten häufig einen Zusammenhang mit der Berichterstattung. In vielen Fällen liegt keine schriftliche Anklageschrift vor.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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