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Barcelona: Smartphones, Drohnen und 5G

Die weltgrößte Mobilfunkmesse in Barcelona ist wie eine Modenschau für neue Smartphones. Die großen Hersteller legen sich ins Zeug. In diesem Jahr ganz besonders, schließlich galt es dem vom Pannen-Phablet Galaxy Note 7 geplagten Mobilfunkriesen Samsung, die Spitzenreiterposition streitig zu machen. Neue Geräte gibt es denn auch von Huawei, LG, Sony oder Blackberry. Nokia sorgte mit der Neuauflage des Kult-Handys Nokia 3310 für großen Hype.

Der eigentliche Star der Messe ist jedoch 5G, der superschnelle Übertragungsstandard der nächsten Generation, der das Internet der der Dinge beschleunigen soll.

Matt Branda, Qualcomm: “5G wird nicht nur die Menschen miteinander vernetzten, sondern die Welt, in der wir leben, Autos, Drohnen, auch den medizinischen Bereich. Das alles wird das 5G-Netz verbinden.”

Virtual und Augmented Rality beflügeln nicht nur die Videospiel-Industrie. Auch im Gesundheitsbereich, beispielsweise bei der Ausbildung von Medizinern, kommen Virtual-Reality-Plattformen zum Einsatz.

Chris Scattergood, Fundamental VR: “Wir erzeugen ein haptisches Feedback, das dem User nicht nur ermöglicht, während der virtuellen Operation Instrumente zu bedienen, sondern ihn den Unterschied zwischen Knochen, Fleisch oder Fettgewebe spüren lässt.”

Ebenfalls in Barcelona: Pepper, der Assistenzroboter. Die jüngste Version verfügt über emotionale Intelligenz und ist wie geschaffen für den Kundendienst. Sogar ein gutes Buch kann er empfehlen.

Nicolas Boudot, Softbank Robotics: “Diese Roboter verhalten sich wie Menschen, benutzen ihren Körper, um zu kommunizieren. Diese Körpersprache stellt den direkten Draht zum Kunden her, sorgt für Interaktion. Rund 10.000 dieser Roboter sind bereits in Hotels im Einsatz, empfangen Kunden und geben Informationen über Produkte und Dienstleistungen.”

Roboter und Drohnen sind dabei, das Leben des Menschen zu vereinfachen. Gerade bei Rettungseinsätzen sind unverzichtbare Helfer.

Caroline Briggert, DJI: “Wenn Sie nach einer vermissten Person suchen, kann Ihnen die Wärmebildkamera helfen. Sobald die Thermalkamera eingeschaltet ist, können Sie größere Areale aus der Luft nach menschlichen Körpern absuchen und sich stärker auf Bergung konzentrieren. Das ist ebenfalls hilfreich bei der Inspektion vertikaler Strukturen, beispielsweise von Windrädern oder Telekommunikationsmasten. Auch Baustellen lassen sich so überwachen.”

Autonome Autos, intelligente Häuser und Städte verspricht die Zukunft. Vernetzung, wohin das Auge schaut, Dank 5G. “Aber”, sagt euronews-Korrespondentin Cristina Giner, “selbst wenn Mobilfunktechnologie und totale Vernetzung unsere Art und Weise zu interagieren radikal verändern, der direkteste Verhandlungsweg ist auch auf einer Messe wie dieser immer noch das Gespräch – von Angesichts zu Angesicht. Das Geschäft boomt!”

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