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Neue Turbulenzen im Westsaharakonflikt


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Neue Turbulenzen im Westsaharakonflikt

Marokko hat den Rückzug seiner Kräfte aus einer UN-kontrollierten Pufferzone im umstrittenen Westsahara-Gebeit angekündigt. Dort standen sie monatelang Truppen der Befreiungsfront Polisario gegenüber. Die Militärbewegungen 2016 waren die spannungsreichsten zwischen dem Königreich und der Polisario in den vergangenen Jahren, seit die Front in den 1970er-Jahren eine unabhängige Republik in dem Wüstenland erklärten. Bis zum Waffenstillstand 1991 bekämpften sie Marokko in einem Guerillakrieg. Die Spannungen in Guerguerat, einer Region in der Westsahara begannen im vergangenen Jahr, aufgrund Marokkos Vorrücken über die Mauer.

Der sogenannte “Marokkanische Wall” ist ein Mauersystem, der das Eindringen von Polisario-Kämpfern in marokkanisch kontrolliertes Gebiet verhindern soll.

Die von der Polisario ausgerufene Demokratische Arabische Republik Sahara wird international von ca. 50 Staaten anerkannt. Sie ist seit 1984 Mitglied der Afrikanischen Union.

Die UN forderten beide Seiten auf, sich aus dem Grenzgebiet zwischen Marokko und Mauretanien zurückzuziehen. Der König von Marokko folgte der Aufforderung nach einem Telefonat mit dem UN-Generalsekretär.

Ein Referendum der Einheimischen über die Zukunft der Westsahara scheiterte noch in der Vorbereitungsphase: Das Königreich Marokko und die Polisario konnten sich nicht darüber einigen wer ein “Einheimischer” ist und damit die Berechtigung hat, am Referendum teilzunehmen.

Westsaharakonflikt: "Wenn die EU Interessen in der Westsahara hat, muss sie auf jeden Fall mit der Befreiungsfront Polisario verhandeln"

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