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50 Millionen Dollar für Flug MH370: Angehörige wollen weitersuchen


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50 Millionen Dollar für Flug MH370: Angehörige wollen weitersuchen

Flug MH370: Chronik der Suche

8. März 2014: Die Boeing 777 verschwindet auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking. Tage später legen Satellitenauswertungen nahe, dass die Maschine den Kurs wechselte und schließlich im Indischen Ozean abstürzte.
24. März: Neuen Analysen zufolge ist das Flugzeug in den südlichen Indischen Ozean gestürzt. Das letzte Signal wurde laut malaysischer Regierung westlich der australischen Stadt Perth empfangen.
29. Mai: Die Maschine liege nicht im vermuteten Absturzgebiet, teilt das Koordinationszentrum mit.
20. Juni: Einer neuen Datenanalyse zufolge ist das Flugzeug wahrscheinlich weiter südlich als angenommen abgestürzt.
5. Oktober: Die Suche wird in einem neu eingegrenzten Gebiet wieder aufgenommen.
29. Januar 2015: Malaysia erklärt alle Passagiere des vermissten Flugzeugs für tot.
5. August: Die Untersuchung einer vor der Insel La Réunion gefundenen Flügelklappe beweist, dass sie von Flug MH370 stammt.
24. März 2016: Zwei in Südostafrika angespülte Wrackteile stammen ebenfalls von MH370.
20. Dezember: Der australischen Verkehrssicherheitsbehörde zufolge liegt die Boeing vermutlich nicht in dem bisher durchsuchten Gebiet.
17. Januar 2017: Die Suche wird eingestellt.

Drei Jahre nach dem Verschwinden von Flug MH370 auf dem Weg von Malaysia nach China haben die die Hinterbliebenen eine Initiative gestartet: Mehr als 50 Millionen US-Dollar wollen sie einsammeln, um weiter nach dem verschwundenen Flugzeug und den 239 Menschen an Bord zu suchen.

Mehr als 100 Millionen Euro hat die erfolglose Suche bisher verschwunden. Dennoch hatte sich gegen die Einstellung der Aktivitäten schon früher Widerstand geregt. Im vergangenen Jahr gab es unter anderem Proteste in China, und auch heute wollen die Angehörigen nicht aufgeben. “Die Suche sollte weitergehen”, so Jacquita Gomes, deren Mann als Flugbegleiter auf dem Flug MH370 unterwegs war. “Der Grund dafür, dass sie abgebrochen wurde, ist angeblich, dass keine aussagekräftigen Hinweise auf das Flugzeug mehr gefunden wurden. Ich glaube, sie sollten mehr Experten heranziehen. Die sollten sich alles, was es bisher an Hinweisen gibt, anschauen und beurteilen, was falsch lief.”

Auf einem Treffen der Angehörigen in Kuala Lumpur kurz vor dem Jahrestag des Verschwindens (8. März 2014) sagte der malaysische Transportminister Liow Tiong Lai, man werde sich immer an die Opfer von Flug MH370 erinnern. Noch in diesem Jahr soll ein endgültiger Untersuchungsbericht vorliegen.

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