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Erst Dürre, dann Flut: Simbabwe bittet um Millionenhilfen

Ungewöhnlich starke Regenfälle bringen Überschwemmungen. Simbabwes Präsident Mugabe, derzeit auf Reisen, sprach von einer nationalen Katastrophe.

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Erst Dürre, dann Flut: Simbabwe bittet um Millionenhilfen

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In Ostafrika haben ungewöhnlich starke Regenfälle Überflutungen gebracht. Simbabwes Regierung bittet um Nothilfe für die Bevölkerung.

Die Menschen in Südostafrika haben derzeit schwer unter den Kapriolen des Wetters zu leiden. In Simbabwe ist im Augenblick Regenzeit, das ist nichts Ungewöhnliches und nötig, denn die Bevölkerung ist zu großen Teilen auf Landwirtschaft angewiesen. Aber in diesem Jahr hat es besonders stark geregnet, mehr, als der ausgetrocknete Boden vertragen kann.

Etwa 250 Menschen sollen in den Fluten bereits umgekommen sein, 2.000 haben ihr Zuhause und ihre Lebensgrundlage verloren. Das UN-Büro für humanitäre Angelegenheiten hatte bereits im vergangenen Jahr auf eine mögliche Flut hingewiesen. Die Menschen, die bereits unter der Dürre in der vergangenen Regensaison gelitten haben, waren besonders verwundbar. Die Überschwemmungen treffen sie deshalb außergewöhnlich hart.

Simbabwes Präsident Robert Mugabe, derzeit in Singapur für einen Gesundheitscheck, erklärte die Überschwemmungen zur nationalen Katastrophe. Gerade noch hatte der vielkritisierte Staatschef seinen 93. Geburtstag gefeiert. Knapp zwei Millionen Euro soll die Party schätzungsweise gekostet haben, während seine Bürger draußen vor der Tür noch die Folgen der Dürre verschmerzen mussten. Jetzt fragt seine Regierung die internationale Gemeinschaft um Hilfe: knapp 100 Millionen erbittet sie für die notleidende Bevölkerung.