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Brüssel bewilligt AKW-Finanzierung in Ungarn

Die EU-Kommission hat die staatliche Finanzierung zweier neuer Reaktoren im ungarischen Kernkraftwerk Paks unter Auflagen gebilligt.

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Die EU-Kommission hat die staatliche Finanzierung zweier neuer Reaktoren im ungarischen Kernkraftwerk Paks unter Auflagen gebilligt. Unter anderem will die Regierung in Budapest dafür sorgen, dass knapp ein Drittel des künftig erzeugten Stroms an offenen Strombörsen verkauft wird. Den Auftrag für den Bau der Reaktoren hat der russische Atomkonzern Rosatom.

“85 Prozent unserer Gasimporte stammen aus Russland, die neuen Reaktoren werden von Russland finanziert, von Russland gebaut und mit russischem Brennstoff betrieben”, kritisiert der ungarische grüne Abgeordnete Benedek Javor. “Die Energieabhängigkeit von Russland wird größer. Das ist ein Verstoß gegen die europäische Strategie für Energiesicherheit.”

Die EU-Kommission hatte Ende des vergangenen Jahres ein Verfahren im Zusamenhang mit Paks eingestellt. Es war wegen des Anfangsverdachts eingeleitet worden, dass Ungarn Rosatom den Auftrag womöglich ohne Tansparenz erteilt habe. Der Bau der neuen Reaktoren soll 2018 beginnen.