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Migranten sind für die griechischen Inseln eine große Last


Redaktion Brüssel

Migranten sind für die griechischen Inseln eine große Last

Auf den ostägäischen Inseln harren nach wie vor rund 14.000 Flüchtlinge und Migranten aus. In ganz Griechenland sind es mehr als 60.000 Menschen.

Das EU-Türkei-Abkommen sieht vor, dass die EU alle Migranten, die illegal über die Türkei auf die griechischen Inseln kommen und kein Asyl erhalten, zurückschicken kann. Die Überprüfung der Asylanträge dauert jedoch meist lange.

“Der Zustrom ist im Vergleich zu 2015 auf ein Minimum zurückgegangen”, so Manolis Vournous, Bürgermeister der Insel Chios. “Doch für die Einwohner der fünf Inseln sind die Folgen des Abkommens ein finanzielles Desaster, auch die sozialen Folgen sind desaströs. Das Abkommen mag für die EU und möglicherweise auch für die Türkei gut sein, doch nicht für die Einwohner.”

Die Bürgermeister der fünf Inseln kamen nach Brüssel und baten um Hilfe. Der für Migrationsfragen zuständige EU-Kommissar Dimitris Avramopoulos bestätigte, dass die Wirtschaft der Inseln Schaden erlitten habe und kündigte Initiativen an: “Auch die allgemeine Krise trug dazu bei”, fügte er hinzu. “Türkische Bürger, die für einige Tage zu Besuch kommen wollen, bedürfen künftig keines Visums.”

Nach Angaben der Internationalen Organisation für “Migration“http://de.euronews.com/2017/03/06/demo-fuer-neuansiedlung-von-fluechtlingen kamen in den ersten beiden Monaten des Jahres rund 20.000 Migranten und Flüchtlinge nach Europa.