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Bauern-Demo in Athen gegen Sparpolitik: Friedliche Proteste enden in Gewalt


Griechenland

Bauern-Demo in Athen gegen Sparpolitik: Friedliche Proteste enden in Gewalt

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Eine zunächst friedliche Demonstration kretischer Bauern vor dem Athener Landwirtschaftsministerium ist in Gewalt umgeschlagen. Rund 1500 Landwirte protestierten gegen die Sparpolitik der Regierung von Alexis Tsipras. Die Besteuerung von Bauern wurde zu Jahresbeginn von 13 auf 22 Prozent ihres Jahreseinkommen erhöht.

“Es ist eine Katastrophe. Die Produktionskosten sind lächerlich hoch. Wir können keine Produkte herstellen, die auf dem Markt wettbewerbsfähig sind”, so Manolis Orfanoudakis, Präsident einer kretischen Bauernvereinigung.

“Sie müssen die Steuer- und Rentenreformen ändern, um Anreize für den Sektor zu schaffen, dass wir arbeiten können. Aber das wollen sie nicht, sie wollen uns töten, sie wollen, dass wir Europa verlassen”, so der kretische Bauer Yiannis Klironomou, der sein Gesicht zum Schutz gegen Tränengasangriffe mit Creme eingeschmiert hat.

Die aufgebrachten Menschen griffen die Polizeibeamten mit ihren Hütestöcken an, beschädigten Polizeibusse und schleuderten Steine auf die Ministeriumsfassade. Die Beamten setzten Tränengas und Schlagstöcke ein, um die Landwirte daran zu hindern, die Polizeisperren zu durchbrechen und den Eingang des Ministeriums zu erreichen, berichteten Augenzeugen. Zahlreiche Straßen im Zentrum Athens blieben wegen der Demonstration gesperrt.

Mehr Infos: Griechenland hängt seit 2010 am Tropf internationaler Geldgeber. Die Athener Regierung hatte 2015 im Gegenzug für ein Hilfspaket von bis zu 86 Milliarden Euro umfangreiche Reformen zugesagt.

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