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"Ein Tag ohne Frauen"


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"Ein Tag ohne Frauen"

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Heute ist Weltfrauentag: Schon im Vorfeld hatte ein Wall-Street-Unternehmen dem berühmten Börsenbullen eine Mädchen-Statue vor die Nase gesetzt. Damit solle auf die Gehaltsunterschiede zwischen Mann und Frau sowie die fehlende Geschlechtervielfalt in den Chefetagen hingewiesen werden, sagen die Macher.



“Frauen machen rund die Hälfte der Bevölkerung aus, dennoch sind sie im amerikanischen Geschäftsleben in Führungspositionen nicht ausreichend vertreten – sei es als Geschäftsführerinnen, als Mitglieder im Aufsichtsrat oder in anderen höheren Ämtern. Wir lassen die Gelegenheit ungenutzt, Frauen zu ermöglichen, ihr volles Potenzial auszuschöpfen, wodurch weltweit größerer wirtschaftlicher Fortschritt erzielt werden könnte”, meint Lori Heinel vom Finanzunternehmen SSGA.

Eine der wichtigsten Aktionen des Weltfrauentages ist der Aufruf zum Streik unter dem Motto “Ein Tag ohne Frauen” – verbunden mit der Forderung, sich in Rot zu kleiden und Einkäufe nur in Läden zu erledigen, die Frauen gehören.

Hinter dem Aufruf stehen die Organisatoren des Frauen-Protestmarsches gegen Donald Trump kurz nach dessen Amtsantritt als US-Präsident. Im Vorfeld des Weltfrauentages fand am Sonntag unter anderem in London eine Demonstration statt.

“Das Wichtige an dieser Veranstaltung ist, dass auf den Kampf für Gleichberechtigung aufmerksam gemacht wird. Nicht nur Frauen sollten Feministen sein. Wir alle, Männer, Frauen, Jungen und Mädchen, alt und jung, arm und reich müssen verstehen, dass es in diesem Kampf um uns alle geht”, so Londons Bürgermeister Sadiq Khan.



Die Ungleichbehandlung kommt in unterschiedlicher Gestalt wie etwa der Verweigerung von Schulbildung, Zwangsverheiratungen oder fehlendem Wahlrecht daher. Im katholisch geprägten Polen demonstrierten tausende Frauen gegen die strikten Abtreibungsgesetze.

“Wir protestieren gegen ein Verbot von Abtreibung, weil man nicht an Verhütungsmittel kommt, weil wir keine Unterstützung erhalten, wenn wir ein Kind bekommen wollen, weil es die staatliche Förderung von künstlichen Befruchtungen nicht mehr gibt, und weil die Adoptionsverfahren sehr eingeschränkt sind”, sagt die polnische Aktivistin Karolina Wieckiewicz.

In der Türkei wurden bei einer pro-kurdischen Demonstration gegen häusliche Gewalt 23 Personen verhaftet. Theoretisch haben sich die Frauenrechte in der Türkei zwar verbessert, doch wie die Zeitung Hürriyet mit Berufung auf eine Frauenrechtsgruppe berichtet, wurden durch die Aktivisten zwischen 2010 und 2015 über 1000 Frauenmorde registriert. Mehr als 600 davon wurden von Ehemännern oder früheren Lebensgefährten begangen.

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