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Frankreich: Präsidentschaftskandidat Hamon kämpft gegen Spaltung der Sozialisten


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Frankreich: Präsidentschaftskandidat Hamon kämpft gegen Spaltung der Sozialisten

Kurz vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich verliert auch der Spitzenkandidat der regierenden Sozialisten, Benoît Hamon, den Rückhalt in der eigenen Partei. Zahlreiche sozialistische Politiker waren zuletzt ins Lager des unabhängigen Mitte-links-Kandidaten Emmanuel Macron gewechselt.

“Ich bin ein Kämpfer. Dort, wo ich herkommen, habe ich gelernt zu kämpfen, auch wenn es starken Gegenwind gibt”, sagte Hamon in einem Fernsehinterview am Donnerstagabend. Auch Ministerpräsidenten Bernard Cazeneuve hatte Hamon aufgefordert, die Partei wieder zu einen.

Das Problem: Hamon liegt laut Umfragen im Feld der Kandidaten mit derzeit rund 14 Prozent nur an vierter Stelle. Der 39-jährige Macron hingegen gilt als Favorit und vielen Sozialisten trotz seiner wirtschaftsliberalen Ansichten als Kompromiss.

Auch die konservativen Republikaner durchzieht ein Riss. Um die Krise beizulegen erklärte der ehemalige Ministerpräsident Alain Juppe seine Unterstützung für François Fillon – trotz persönlicher Animositäten. Der wegen einer mutmaßlichen Scheinbeschäftigung seiner Frau unter Beschuss stehende Fillon liegt in Umfragen nur noch an dritter Stelle. Mehrere namhafte Konservative hatten deshalb bereits eine späte und unübliche Auswechslung des Spitzenkandidaten gefordert, waren aber gescheitert.

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