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Südkoreas Präsidentin endgültig des Amtes enthoben

Das Verfassungsgericht hat einstimmig gegen Park Geun Hye entschieden. Hintergrund ist ein Korruptionsskandal um Zahlungen von Großkonzernen.

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Das Verfassungsgericht in Südkorea hat die Amtsenthebung von Präsidentin Park Geun Hye bestätigt. Damit verliert die Staatschefin endgültig ihr Amt. Innerhalb von 60 Tagen muss es jetzt Neuwahlen geben.

Die Richter urteilten einstimmig gegen die Präsidentin. Park habe das Vertrauen des Volkes missbraucht, hieß es zur Begründung. Vor dem Gericht protestierten sowohl Park-Unterstützer als auch Gegner, es kam zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Zwei Menschen wurden dabei getötet.

Park war faktisch schon länger ihrer Macht beraubt. Das Parlament hatte bereits im Dezember ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet. Infolgedessen wurde sie vorübergehend vom Amt suspendiert.

Hintergrund der Affäre um Park ist ein Korruptionsskandal. Unter anderem sollen große Unternehmen Spenden an Stiftungen gezahlt haben, die einer Freundin der Präsidentin unterstanden. Park wiederum soll ihren Einfluss genutzt haben, um den Unternehmen Gefälligkeiten zu erweisen.