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Japan: Gedenken an Opfer der Fukushima-Katastrophe vor 6 Jahren


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Japan: Gedenken an Opfer der Fukushima-Katastrophe vor 6 Jahren

Japan hat der Opfer der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe vor sechs Jahren gedacht. Um 14.46 Uhr Ortszeit wurden in der Region Tohoku im Nordosten des Landes und in der Haupstadt Tokio Schweigeminuten eingelegt.

Rund 18.500 Menschen starben damals in den Fluten. 2500 Opfer werden offiziell immer noch als vermisst geführt.

Japans Regierungschef Shinzo Aber sprach bei der zentralen Zeremonie in Tokio:“Die wertvollen Lektionen, die wir durch den Verlust so vieler Menschenleben gelernt haben, sind immer gegenwärtig. Wir werden unsere Vorbereitungen auf Katastrophen mit großem Aufwand und all unserer Weisheit unaufhörlich überarbeiten.”

Zum Sinnbild der Katastrophe wurde der Gau im Atomkraftwerk Fukushima. Noch immer können 123.000 Menschen in Folge der Verstrahlung durch die Kernschmelzen nicht in ihre Häuser zurück. Viele von ihnen harren in containerähnlichen Behelfsgebäuden aus, weil die Gemeinden unter Geldmangel leiden.

Mehr als 3500 ehemalige Bewohner der Region sind in Folge seelischer und körperlicher Erkrankungen gestorben oder haben sich das Leben genommen.

Noch immer weiß niemand genau, wo sich die geschmolzenen Brennstoffe befinden. Ein kürzlich in den Reaktor 2 geschickter skorpionförmiger Roboter konnte wegen Trümmern nicht so nahe zum Kern vorstoßen wie erhofft. Wegen der extremen Strahlung von bis zu 650 Sievert pro Stunde, bei der ein Mensch innerhalb weniger Minuten sterben würde, ging der Roboter kaputt.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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