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Showdown zwischen Türkei und den Niederlanden: Faschisten, Sanktionen und die Frage nach der Demokratie


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Showdown zwischen Türkei und den Niederlanden: Faschisten, Sanktionen und die Frage nach der Demokratie

Das Verhalten der niederländischen Behörden im Streit um Politikerbesuche in Europa hat auch in der Türkei heftige Reaktionen hervorgerufen. In der Hauptstadt Ankara und in Istanbul demonstrierten mehrere Tausend Menschen vor den niederländischen Vertretungen.

Die türkische Regierung reagierte auf ihre eigene Art: Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan nannte die Niederländer “Faschisten”. Präsidentenberater Sükrü Kartepe nannte das Verhalten der niederländischen Regierung unlogisch, unethisch nicht den Regeln der Diplomatie folgend.

Die türkische Regierung antwortete aber auch mit Taten: Sie ließ das niederländische Konsulat und die Botschaft abriegeln. Dem niederländischen Botschafter, der sich derzeit außerhalb der Türkei befindet, ließ sie ausrichten, dass seine Rückkehr unerwünscht sei.

“Es ist eine große Schande für Europa. Die Demokratie ist an ihrem Tiefpunkt. Es darf nicht sein, dass ein türkischer Minister oder der irgendeines anderen Landes so behandelt wird.”

Es geht um nicht weniger als die Neuverhandlung der Frage, was Demokratie in Europa ist und was sie darf. Die türkische Auge-um-Auge-Reaktion, die Androhung von Außenminister Mevlüt Cavusoglu, die Niederlande bei der Verhinderung von türkischen Politikerbesuchen mit politischen und wirtschaftlichen Sanktionen zu belegen, haben eine Einigung noch ein Stück weiter in die Ferne gerückt.

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