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Tötung israelischer Schüler: Jordanien entlässt Soldaten nach 20 Jahren Haft

Weil er sich beleidigt fühlte schoss der damalige jordanische Soldat 1997 im Grenzgebiet auf eine Gruppe israelischer Schüler und tötete sieben Mädchen.

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Tötung israelischer Schüler: Jordanien entlässt Soldaten nach 20 Jahren Haft

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Jordanien hat nach 20 Jahren Haft einen ehemaligen Soldaten freigelassen, der 1997 sieben israelische Mädchen erschoss. Seine Familie begrüßte die Freilassung ebenso wie die islamistische Opposition Jordaniens, die den ehemaligen Soldaten als eine Art Volksheld sieht. Angehörige der israelischen Opfer kritisierten die Strafe hingegen als zu niedrig.

Ahmad Daqamseh hatte am 13. März das Feuer auf eine große Gruppe Siebt- und Achtklässler eröffnet, die an einem Schulausflug zu einem Urlaubsgebiet in der Grenzregion teilnahmen. Als Grund gab er später an, die Mädchen hätten ihn während seines Gebets ausgelacht.

Ein Militärgericht befand Daqamseh später für psychisch instabil und verurteilte ihn statt zum Tod zu lebenslanger Haft. Lebenslange Freiheitsstrafen sind in Jordanien auf 25 Jahre begrenzt und können nach frühestens 20 Jahren zur Bewährung ausgesetzt werden.