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Island beendet Kapitalmarktkontrollen

Der Tourismus hat die Wirtschaft des Landes wieder fit gemacht. Kapital kann jetzt wieder frei von der Insel transferiert werden.

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Island beendet Kapitalmarktkontrollen

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Island kehrt an die internationalen Finanzmärkte zurück. Die Regierung hat angekündigt, die noch bestehenden Kapitalmarktkontrollen am Dienstag außer Kraft zu setzen. Damit wird es wieder unbeschränkt möglich sein, isländisches Geld in andere Währungen zu tauschen und von Island aus Investitionen in anderen Ländern zu tätigen. Die Maßnahmen, für Viele ein Ärgernis, sind für Islands Regierung ein Erfolg.

“Die Kontrollen waren notwendig für den Wiederaufbau unserer Wirtschaft nach dem Absturz”, sagte Ministerpräsident Bjarni Benediktsson am Sonntag, räumte aber auch ein, dass die Maßnahmen einen “Einfluss auf Einzelpersonen und Unternehmen” hatten.

Die Regierung hatte die Maßnahmen 2008 eingeführt, nachdem die drei größten Banken des Landes zusammengebrochen waren. Inzwischen geht es der Wirtschaft wieder deutlich besser. Vor allem der boomende Tourismus trägt seinen Teil dazu bei. Einen regelrechten “Tourismus-Tsunami” nannte Matthias Kjartansson von der Reiseagentur Iceland ProTravel die Entwicklung im vergangenen Sommer. Der niedrige Währungskurs machte das Land als relativ günstiges Reiseziel attraktiv. Zentralbankchef Mar Gudmundsson sprach von einer “vollständigen Erholung” der Wirtschaft.

Von den alten Höchstständen des Bruttoinlandsprodukts können die Isländer aber bis heute nur träumen. Vor der Krise 2007 stand es bei rund 68.000 US-Dollar pro Kopf, 2016 reichte es nur zu rund 10.000 US-Dollar weniger.