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Keine Angst: Die Touristen kommen zurück


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Keine Angst: Die Touristen kommen zurück

Fast vergessen scheinen die Anschläge von Paris und Nizza, oder zumindest zeigt das massive Auftreten von Polizei und Militär auf Frankreichs Straßen Wirkung: Die Touristen, die Frankreich nach den Gewalttaten gemieden haben, kommen wieder ins Land.

Bereits im vierten Quartal 2016 reisten wieder mehr Leute nach Frankreich. Dennoch entgingen den Hoteliers 2016 rund 600 Millionen Euro an Einnahmen durch die Anschläge, schätzen Experten des Analysten MKG.

Der Aufwärtstrend ist in mehreren Ländern Europas zu beobachten. Nach Angaben des Branchenverbandes DEHOGA ist die Zahl der Übernachtungen in Deutschland 2016 um 2,8 Prozent gestiegen. Für Österreich schätzt die Statistik Austria ein Plus von 4,2 Prozent. Das Bundesamt für Statistik der Schweiz geht dagegen von einem Rückgang um 0,3 Prozent aus.

Nicht nur die Sicherheitslage beeinflusst die Reisefreudigkeit, auch die Preise am Zielort können ausschlaggebend sein. Hier hat das sonst als teuer verschriene London derzeit einen Vorteil: Seit dem Brexit-Votum hat der Kurs des Britischen Pfundes ordentlich nachgegeben, die Touristenzahlen aber haben zugenommen. Zeuge dieser Entwicklung ist beispielsweise Merlin Entertainments. Das Unternehmen betreibt Touristenattraktionen wie das Wachsfigurenkabinett Madame Tussaud’s und vermeldet eine starke Steigerung der Besucherzahlen aus anderen EU-Ländern im November und Dezember. Tax Free Shopping, das als Indikator für die Bereitschaft der Touristen gilt, Geld auszugeben, legte dem Dienstleister Global Blue zufolge in Großbritannien allein im Januar um knappe 50 Prozent zu. Zum Vergleich: Deutschland schaffte nur eine Steigerung um fünf Prozent.

Die guten Aussichten für den Tourismusmarkt schlugen sich auch an der Börse nieder. Der europaweite Branchen-Subindex “STOXX 600 travel and leisure” stieg 2017 bisher um zwei Prozent, nachdem er 2016 um elf Prozent gefallen war.

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