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35 Jahre verschollen: Stradivari erklingt erstmals wieder


USA

35 Jahre verschollen: Stradivari erklingt erstmals wieder

Eine 35 Jahre lang verschollene Stradivari ist am Montag (Ortszeit) in New York erstmals wieder bei einem Konzert eingesetzt worden. Im privaten Rahmen spielte die Geigerin Mira Wang auf der 1734 gebauten Stradivari ihres ehemaligen Lehrers Roman Totenberg.

“Es bedeutet mit sehr viel, diese Violine zu spielen, die erste zu sein, die sie der Öffentlichkeit präsentiert. Es sind schwierige Emotionen, Druck, Freude, Trauer, dass er dies nicht mehr hören kann. Ich wünschte, er wäre bei uns”, sagte Wang.

Dem 1911 in Lodz geborenen Totenberg war das Musikinstrument nach einem Konzert in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts 1980 aus der Garderobe gestohlen worden. Erst drei Jahre nach seinem Tod – Totenberg wurde 101 Jahre alt – tauchte die Stradivari 2015 wieder auf.

Die Witwe von Totenbergs Kollegen Philip Johnson fand die Geige in dessen Nachlas. Als sie sie schätzen ließ, erkannte der Gutachter, dass es sich um die vermisste Stradivari handelte.

Totenberg hatte seinen Kollegen stets verdächtigt, doch reichten Beweise nicht aus, eine Hausdurchsuchung zu veranlassen.

In den vergangenen 18 Monaten Jahren wurde die Stradivari bei Rare Violins in New York komplett überholt.


Roman Totenbergs Tochter Nina Totenberg arbeitet als Gerichtsreporterin für den Radiosender NPR. Sie schildert ihre Gefühle beim ersten Konzert mit der wiedergefundenen Stradivari: A Stolen, Then Recovered, Stradivarius Returns To The Stage (NPR)

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