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Hohe Wahlbeteiligung bei Parlamentswahl in den Niederlanden


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Hohe Wahlbeteiligung bei Parlamentswahl in den Niederlanden

Die Wahlbeteiligung bei der Parlamentswahl in den Niederlanden ist hoch. Wenige Stunden nach Öffnung der Wahllokale lag sie bereits bei über dreißig Prozent und damit deutlich höher als bei der letzten Wahl 2012. Um 17.45 meldete das Meinungsforschungsinstitut Ipsos eine Wahlbeteiligung von 55 Prozent.

Mit Spannung wird erwartet, wie der Rechtspopulist Geert Wilders abschneidet. Zuletzt hatte seine Freiheitspartei nach Monaten an der Spitze in Umfragen an Zustimmung verloren.

“Es wird ein sehr interessanter Tag”, so Wilders gegenüber Euronews. “Es steht viel auf dem Spiel in Holland. Ich hoffe natürlich, dass wir gewinnen – aber ob wir nun gewinnen oder verlieren – wir haben der Wahl unseren Stempel aufgedrückt. Es ist ein sonniger Tag, ich hoffe, dass viele Menschen wählen gehen, das ist das wichtigste in einer Demokratie. Ich hoffe, dass meine Partei gut abschneidet, wir müssen abwarten.”

Der amtierende Ministerpräsidenten Mark Rutte hofft, mit seiner rechtsliberalen VVD weiterregieren zu können. Durch sein entschlossenes Auftreten im Streit mit Ankara war hatte Rutte zuletzt an Zustimmung gewonnen.

Sollte die Partei stärkste Kraft werden, könnte sie Umfragen zufolge jedoch auf bis zu vier Koalitionspartner angewiesen sein.

Rutte erklärte: “Dies ist die Chance für eine große Demokratie wie die Niederlande, um den Dominoeffekt der falschen Sorte von Populismus zu stoppen. Es besteht immer noch das Risiko, dass wir Donnerstagmorgen aufwachen und Geert Wilders die stärkste Partei anführt.”

In den Niederlanden ist die Wahlbeteiligung traditionell hoch. 2012 hatten 74,6 Prozent der Berechtigten ihre Stimme abgegeben. Die höchste Wahlbeteiligung hatte 1977 bei 88 Prozent gelegen.

Wahlforscher betonen, dass der Ausgang der Wahl noch völlig offen ist. Auch die Christdemokraten (CDA), die Linksliberalen (D66) und die Grünen haben demnach Chancen auf einen Wahlsieg.

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