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Juncker droht Türkei: So verhält sich kein EU-Beitrittskandidat


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Juncker droht Türkei: So verhält sich kein EU-Beitrittskandidat

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Der Präsident der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker hat die jüngsten Angriffe der Türkei auf die Niederlande und Deutschland verurteilt. Gleichzeitig drohte Juncker der Türkei. Ihr Verhalten sei mit dem eines Landes, das EU-Mitglied werden möchte, unvereinbar. Mehrere türkische Politiker hatten den beiden “Banditenstaaten” “Nazimethoden” vorgeworfen, weil sie Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in ihren Ländern untersagten.

“Für mich ist es skandalös, was von der Türkei über die Niederlande, Deutschland und andere gesagt wird. Ich werde diese Nazi-Vergleiche niemals akzeptieren. Dies ist völlig inakzeptabel. Und wer so etwas macht, entfernt sich von Europa und versucht nicht, EU-Mitglied zu werden. Nicht die EU will der Türkei beitreten, sondern die Türkei der EU”, erklärte Juncker am Mittwoch im Europaparlament.

Der türkische Europaminister Ömer Çelik stellte jetzt das Flüchtlingsabkommen mit der EU infrage. Es werde immer klarer, dass die EU ihren Teil des Versprechens, die Visa-Freiheit, nicht einhalte.

“Wenn sie sorgfältig hinschauen, dann sehen sie, dass die EU immer davon redet, beim Terrorismus und der Migranten-Krise zusammenzuarbeiten. Andere Fragen versuchen sie zu vermeiden. Wenn wir uns ansehen, welche Verpflichtungen die EU einhalten müsste, dann sehe ich keinen Grund, dass sich die Türkei noch an das Flüchtlingsabkommen hält”, erklärte Çelik.





Das Flüchtlingsabkommen sieht vor, dass die Türkei alle auf den griechischen Inseln eintreffenden Migranten zurücknimmt. Für jeden abgeschobenen Migranten will die EU einen syrischen Flüchtling aus der Türkei aufnehmen. Außerdem sagte sie 6 Milliarden Euro für eine bessere Versorgung der 2,5 Millionen Kriegsflüchtlinge in der Türkei zu, sowie Visafreiheit für türkische Staatsbürger und EU-Beitrittsverhandlungen zu.

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