Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Pharaonenstatue in Kairo verwechselt: Psammetich I. statt Ramses II.


Ägypten

Pharaonenstatue in Kairo verwechselt: Psammetich I. statt Ramses II.

Bei der in Kairo geborgenen riesigen Pharaonenstatue handelt es sich doch nicht um Ramses II. Der ägyptische Altertumsminister erklärte in Kairo, die Inschriften deuteten nach einer ersten Untersuchung darauf hin, dass die Statue vielmehr auf Pharao Psammetich I. zurückgehe. Ein deutsch-ägyptisches Archäologenteam hatte vor einer Woche die Entdeckung der Statue im Stadtteil Al-Matarija im Osten Kairos bekanntgegeben.

Khaled Abu Bela, Direktor für Altertum der Region Al-Matarya, sagte jetzt:“Die Maße der Statue verdeutlichen die Größenordnung des Tempels im alten Ägypten. Die Höhe beträgt rund acht Meter, deshalb muss der Tempeleingang mindestens 15 Meter hoch gewesen sein. Also war das hier ein riesiger Tempel.”

Am Fundort des in mehrere Teile zerbrochenen Kolosses befand sich früher die antike Stadt Heliopolis. Dort wurden bereits Überreste eines Tempels von Ramses II. gefunden. Wohl auch deshalb waren ägyptische Experten zunächst davon ausgegangen, dass es sich um eine Ramses-Statue handelt.

Dietrich Raue, Ägyptologe an der Universität Leipzig, erklärte in Kairo:“Die andere Ebene ist die Datierung, die hier heute vorgestellt wurde. Ich denke mal, dass es sehr sehr sicher ist, dass wir zum ersten Mal aus dem Zeitraum 1200 bis 300 vor Christus ein Beispiel für kolossale Königsstatuen haben.”

Ramses II. wurde auch “der Große” genannt. Der für seine Kriegszüge und Bautätigkeit bekannte Pharao herrschte ab 1279 v. Chr. für 66 Jahre über Ägypten. Psammetich I. regierte im 7. Jahrhundert v. Chr. für mehr als 50 Jahre.

Im Ägyptischen Museum in Kairo kommentierte euronews-Korrespondent Mohammed Shaikibrahim:“Ein großer Teil der Ruinen der alten ägyptischen Zivilisation schlummert immer noch im Untergrund. Eine der am längsten währenden Zivilisationen der Menschheit überhaupt, die auch heute noch mit ihren Geheimnissen und geheimnisumwitterten Symbolen verblüfft.”

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

Frankreich

Hamon will an Grundeinkommen festhalten