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"Grenzjäger" beenden Ausbildung: "Ich kann meinem Land dienen und es verteidigen"


Ungarn

"Grenzjäger" beenden Ausbildung: "Ich kann meinem Land dienen und es verteidigen"

Bei der Abschottung seiner Grenzen zu Serbien und Kroatien geht Ungarn neue Wege. Neben des Ausbaus und der Neuerrichtung von Grenzanlagen sollen Flüchtlinge und Migranten auch durch eine personelle Aufstockung ferngehalten werden. Deshalb bilden die Behörden innerhalb von sechs Monaten Hilfspolizisten für den Grenzwachdienst aus. Die ersten von bis zu 3.000 “Grenzjägern” beenden in diesen Tagen die Schulung. Sie sollen innerhalb einer acht Kilometer breiten Zone parallel zur Grenze patrouillieren, Eindringlinge dingfest machen und gegebenenfalls nach Serbien zurückführen. “Zurückbegleiten” nennt sich die offizielle Lesart. Ungarn schottet sich seit Herbst 2015 mit Stacheldrahtzäunen an den Grenzen zu Serbien und Kroatien gegen Flüchtlinge ab.

Einer der “Grenzjäger”, die kurz vor dem Ende der Ausbildung stehen, ist der 25-jährige Zoltan Replyuk:“Ich wollte schon als Kind Polizist werden. Das Training bietet fantastische Möglichkeiten. Ich kann meinem Land dienen und es verteidigen.”

Aleksandra Koznan sagte über ihr Motiv:“Ich habe im Tourismus gearbeitet, dann brauchte ich neue Herausforderungen. Die Grenzjäger-Ausbildung kam mir da gerade recht.”

Zunächst werden die Absolventen im Grenzwachdienst an der Seite regulärer Polizisten eingesetzt. Die Regierung argumentiert, Ungarns Berufsarmee verfüge mit rund 23.000 Soldaten nicht über ausreichend Personal zur Grenzsicherung.

Ungarn lässt aus Serbien täglich nur 15 Flüchtlinge die Grenzzäune passieren. Andere versuchen zum Teil mit der Hilfe von Schlepperbanden durch Schlupflöcher über die “grüne Grenze” nach Westeuropa zu gelangen.

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