Eilmeldung

Die Polizei und Armee haben in Nigeria trotz einer gegenteiligen Gerichtsbeschlusses und ohne Vorwarnung eine Barackensiedlung geräumt. Dabei setzten sie Schusswaffen und Tränengas ein.

Bulldozer rissen anschließend die Hütten der einst rund 30.000 Bewohner ein. Die Siedlung Otobo-Gbame liegt am Rand der Millionenstadt Lagos in Küstennähe. Das Oberste Gericht hatte die Behörden aufgefordert, eine Übereinkunft mit den Betroffenen zu suchen.

Die Bewohner waren im November 2016 schon einmal vertrieben worden, hatten ihre Hütten in der Zwischenzeit aber wieder aufgebaut. Menschenrechtsgruppen wie Amnesty International kritisieren das Vorgehen der lokalen Behörden mit Verweis auf die Gerichtsentscheidung scharf.

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